Bild folgtKI-generierte IllustrationHeliotropium europaeum
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dokumentiert
Typisch fuer die Europäische Sonnenwende sind ihre kleinen, weißen Blüten, die in charakteristischen, eingerollten Wickeln zusammensitzen und sich erst nach und nach entfalten. In deinem Garten ist diese seltene Art ein echter Gewinn für den Artenschutz, da sie als Spätblüher bis in den Oktober hinein eine wichtige Nahrungsquelle bietet. Besonders Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und Wildbienen wie die Schwarze Keulhornbiene (Ceratina cyanea) profitieren von ihrem Nektar. Da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 2 als stark gefährdet geführt wird, hilfst du aktiv dabei, eine verschwindende heimische Art zu erhalten. Wenn du einen sonnigen, warmen Platz hast, wird sie dich mit ihrer außergewöhnlichen Blütenform begeistern.
Späte Rettung: Diese seltene Schönheit nährt Feuerfalter bis in den Oktober.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Europäische Sonnenwende eine wertvolle Tankstelle im Spätsommer und Herbst. Von der Blütezeit zwischen August und Oktober profitiert insbesondere der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas). Auch spezialisierte Wildbienen wie die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) und die Schwarze Keulhornbiene (Ceratina cyanea) besuchen die Blüten regelmäßig. Da die Samen mit 0,9381 mg sehr leicht sind, dient die Pflanze im Winter als Ausbreitungsquelle für neue Bestände, wobei die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) durch den Wind verteilt werden. Durch ihre Seltenheit stellt sie einen zentralen Baustein für die regionale Biodiversität dar.
Bitte beachte, dass die Europäische Sonnenwende als nicht kindersicher eingestuft wird und bei Verzehr problematisch sein kann. In Gärten mit kleinen Kindern ist daher Vorsicht geboten. Sollte es zu Unfällen kommen, wende dich bitte sofort an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Aug – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.205 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), der viel Wärme speichert.
Boden: Die Pflanze benötigt einen kalkhaltigen oder basischen Untergrund (Reaktionswert 8).
Nährstoffe: Setze sie in nährstoffreichen, fettem Boden, da sie ein Starkzehrer ist.
Feuchtigkeit: Halte den Boden eher trocken (Feuchtewert 3), Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit: Die beste Zeit für die Pflanzung im Garten ist das Frühjahr von März bis Mai.
Wuchs: Mit einer Höhe von 0,21 m eignet sie sich hervorragend für den vorderen Beetrand.
Vermehrung: Die Pflanze ist einjährig und verbreitet ihre leichten Samen (0,9381 mg) über den Wind.
Partner: Eine ideale Begleiterin ist der Natternkopf (Echium vulgare) – beide schätzen sonnige, trockene Standorte und ergänzen sich ökologisch perfekt.
Die Europäische Sonnenwende (Heliotropium europaeum) gehört zur Familie der Heliotropiaceae und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Alteingesessene (Archäophyt) indigen. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sonnige Ruderalstellen auf kalkhaltigen Böden. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0,21 m und ist nicht verholzt. Ein markantes Merkmal sind ihre breitblättrigen, behaarten Blätter und die spiralförmig angeordneten Blütenstände, die der Gattung ihren Namen gaben.
19 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →