Bild folgtKI-generierte IllustrationHylotelephium telephium agg.
Artengruppe
28
Arten
interagieren
34
Interaktionen
dokumentiert
9
Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren fleischigen, bläulich-grünen Blättern und den dichten, purpurfarbenen Blütendolden fällt die Purpur-Waldfetthenne sofort auf. Sie ist eine wahre Überlebenskünstlerin, die auch in heißen Sommern ohne Gießen auskommt und im Garten wertvolle Akzente setzt. Für die Artenvielfalt ist sie unverzichtbar, da sie spät im Jahr Nektar liefert, wenn viele andere Blumen bereits verblüht sind. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und der Braune Bär (Arctia caja) profitieren von ihrem Angebot. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die wenig Arbeit macht und gleichzeitig bedrohten Insekten hilft, ist sie die ideale Wahl für dein Beet.
Späte Nektar-Tankstelle: Ein Kraftpaket für den Braunen Bären und Wildbienen.
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Diese Art ist eine entscheidende Nektarquelle im Spätsommer und Herbst. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und verschiedene Nachtfalter die Blüten an. Zu den Besuchern zählen die Rotbraune Waldrandeule (Mniotype adusta), die Schwarzgefleckte Herbsteule (Xestia c-nigrum) sowie die seltene Gnophos obfuscata. Auch die Raupen des prächtigen Braunen Bären (Arctia caja) finden hier eine wichtige Nahrungsgrundlage. Da die Pflanze bis in den Oktober hinein attraktiv bleibt, sichert sie das Überleben vieler Insekten vor der Winterruhe. Die stehengelassenen Samenstände dienen zudem als Winterquartier für kleine Gartenbewohner.
Die Purpur-Waldfetthenne wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher geführt. Sie enthält schwach giftige Inhaltsstoffe, die bei Verzehr größerer Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. Achte daher besonders bei kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren darauf, dass keine Pflanzenteile gegessen werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
• Wähle einen vollsonnigen Standort, damit die Pflanze ihre kräftige Blatt- und Blütenfarbe voll entwickelt.
• Der Boden sollte durchlässig und trocken bis frisch sein; normale Gartenerde ist meist völlig ausreichend.
• Da sie ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) ist, musst du sie kaum düngen.
• Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
• Halte beim Einsetzen einen Abstand von etwa 30 bis 40 cm zu den Nachbarpflanzen ein.
• Gießen ist nur bei extrem langanhaltender Trockenheit nötig; Staunässe solltest du unbedingt vermeiden.
• Schneide die verblühten Stängel erst im zeitigen Frühjahr zurück, da sie im Winter Struktur im Garten bieten.
• Gute Partnerin: Der Echte Berg-Lauch (Allium senescens) – er teilt die Vorliebe für sonnige, trockene Standorte und ergänzt die späte Blütezeit ökologisch sinnvoll.
Die Purpur-Waldfetthenne (Hylotelephium telephium agg.) gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und ist in Deutschland heimisch. Als Archäophyt (Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde oder einwanderte) besiedelt sie bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Waldränder. Eine Besonderheit ist ihre AM-Mykorrhiza, eine Symbiose (Lebensgemeinschaft) zwischen ihren Wurzeln und Bodenpilzen zur besseren Nährstoffaufnahme. Ihre sukkulenten (wasserspeichernden) Blätter ermöglichen ihr das Überleben an extrem trockenen Standorten, an denen andere Pflanzen längst aufgeben würden.
3 Videos zu Purpur-Waldfetthenne (Artengruppe)



18 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →