Bild folgtKI-generierte IllustrationJuniperus sabina
Auch bekannt als: Giftwacholder, Sebenstrauch, Siebenbaum, Gift-Wacholder, Stink-Wacholder, Stinkwacholder
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Typisch für den Sadebaum (Juniperus sabina) sind seine schuppenförmigen Blätter, die beim Zerreiben einen sehr intensiven, fast stechenden Geruch verströmen, sowie sein oft kriechender, bodennaher Wuchs. Als einheimischer Strauch, der auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefährdet geführt wird, ist er eine wertvolle Ergänzung für naturnahe Gärten in Gebirgslagen oder auf Trockenstandorten. Besonders Vögel wie die Misteldrossel (Turdus viscivorus) oder die Tannenmeise (Periparus ater) schätzen die Pflanze als Lebensraum und Nahrungsquelle. Wenn du einen sonnigen, kargen Platz im Garten hast, kannst du mit diesem Gehölz aktiv zum Artenschutz beitragen. Achte jedoch darauf, dass der Strauch in allen Teilen stark giftig ist.
Seltener Überlebenskünstler: Gefährdete Heimat für Misteldrossel und Kleiber.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Sadebaum ein wichtiger Rückzugsort und Futterplatz für heimische Vögel. Die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und die Misteldrossel (Turdus viscivorus) nutzen die dichten Zweige gerne als Schutz oder zur Nahrungssuche. Auch kleinere Arten wie die Tannenmeise (Periparus ater) und der Kleiber (Sitta europaea) suchen den Strauch regelmäßig auf. Da die Pflanze im Winter grün bleibt, bietet sie dem Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) und anderen Rückkehrern früh im Jahr Deckung. Obwohl die Zapfen für Menschen hochgiftig sind, stellen sie für spezialisierte Vogelarten eine wertvolle Ressource dar.
Der Sadebaum ist in allen Pflanzenteilen hochgradig giftig und daher nicht kindersicher. Bereits Hautkontakt kann bei empfindlichen Personen Reizungen auslösen, der Verzehr ist lebensgefährlich. Er sollte daher nicht in Gärten gepflanzt werden, in denen Kinder oder Haustiere spielen. Eine Verwechslung ist mit dem Gemeinen Wacholder (Juniperus communis) möglich, dessen Nadeln jedoch stechend und nicht schuppenförmig sind.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Schuppenförmig
Wähle einen Standort in der vollen Sonne, da der Sadebaum Schatten nicht gut verträgt.
Der Boden sollte trocken und durchlässig sein; Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht.
Da er ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist, benötigst du keinen Dünger und nur sehr magere Erde.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Ein Rückschnitt ist aufgrund des langsamen Wachstums selten nötig, kann aber im Frühjahr erfolgen.
Vermehren lässt sich der Strauch am besten über Stecklinge im Spätsommer.
Gießen musst du nur in extremen Trockenperioden nach der Anwuchsphase.
Gute Partnerin: Die Weiße Fetthenne (Sedum album) – beide teilen die Vorliebe für trockene, sonnige Felsstandorte und bilden zusammen einen robusten Teppich gegen Erosion.
Der Sadebaum (Juniperus sabina) gehört zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) und zur Ordnung der Kiefernartigen (Pinales). Er ist in den Hochgebirgen Mittel- und Südeuropas sowie in Teilen Asiens heimisch und besiedelt dort bevorzugt felsige Hänge und sonnige Trockenrasen (baumfreie, magere Grasflächen). Morphologisch zeichnet er sich durch seine dunkelgrünen Schuppenblätter im Alter und die beerenähnlichen, bläulich bereiften Zapfen aus. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt er als indigen (ursprünglich heimisch), ist aber in seinem Bestand durch Lebensraumverlust bedroht.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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