Bild folgtKI-generierte IllustrationKnautia dipsacifolia
Auch bekannt als: Scabiosa maxima
33
Arten
interagieren
220
Interaktionen
dokumentiert
An den blauvioletten Köpfchenblüten, die wie kleine Kissen auf langen Stielen thronen, lässt sich die Wald-Witwenblume (Knautia dipsacifolia) sofort erkennen. Im Gegensatz zu ihrer Verwandten auf der Wiese schätzt sie die kühleren, lichtschattigen Bereiche deines Gartens. Sie ist eine unverzichtbare Tankstelle für spezialisierte Falter wie den Wald-Mohrenfalter (Erebia aethiops) und bietet von Mai bis September verlässlich Nahrung. Mit dieser heimischen Wildstaude schaffst du einen wertvollen Übergangsbereich zwischen Hecke und Rasen. Wenn du einen Platz mit frischem Boden hast, wird sie dich über Jahre mit ihrer Ausdauer erfreuen.
Blauviolettes Buffet: Fünf Monate Nektar für Wald-Mohrenfalter und Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art ein wahrer Magnet für Schmetterlinge. Besonders der Wald-Mohrenfalter (Erebia aethiops) und der Wachtelweizen-Scheckenfalter (Mellicta athalia) nutzen die Blüten intensiv als Nektarquelle. Auch das Hufeisenklee-Widderchen (Zygaena loti) lässt sich regelmäßig an den blauvioletten Blüten beobachten. Unter den Hautflüglern profitiert die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris) von dem reichhaltigen Angebot. Sogar der kleine Punktkäfer nutzt die Blütenstände als Lebensraum. Im Winter dienen die stehengelassenen Stängel verschiedenen Insekten als schützendes Quartier für die Überwinterung.
Bitte beachte, dass die Wald-Witwenblume als nicht kindersicher eingestuft wird. Obwohl sie keine bekannten starken Toxine enthält, sollte sie nicht verzehrt werden. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten in ihrem typischen Lebensraum, dennoch ist bei Haushalten mit kleinen Kindern Vorsicht beim Standort ratsam.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.51 m
Die Wald-Witwenblume fühlt sich im Halbschatten am wohlsten, wo sie vor der prallen Mittagssonne geschützt ist. Der Standort sollte eine frische Feuchte aufweisen – das bedeutet nach Ellenberg, dass der Boden weder austrocknen noch staunass sein darf. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normaler, humoser Gartenerde bestens zurecht.
Pflanzzeit: Idealerweise zwischen März und Mai oder im Herbst ab September bis zum Frost.
Boden: Lehmig-sandiger Boden mit guter Wasserspeicherfähigkeit ist optimal.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der ersten Hauptblüte im Juli kann eine Zweitblüte im Spätsommer anregen.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich an zusagenden Stellen moderat selbst.
Winterschutz: Nicht nötig, die Staude ist an unser Klima in Mitteleuropa perfekt angepasst.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – beide teilen sich gerne den Platz am Gehölzrand und ergänzen sich in der Blütezeit.
Die Wald-Witwenblume gehört zur Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae) innerhalb der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Sie ist in den Mittelgebirgen und Alpenregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind Waldränder und Hochstaudenfluren (nährstoffreiche Krautgesellschaften an feuchten Standorten). Morphologisch zeichnet sie sich durch gegenständige Blätter und die charakteristischen vierzähligen Einzelblüten aus, die in einem körbchenförmigen Blütenstand zusammengefasst sind.
2 Videos zu Wald-Witwenblume


27 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →