Bild folgtKI-generierte IllustrationLactuca serriola
Auch bekannt als: laitue scariole, Stachel-Lattich
38
Arten
interagieren
123
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Kompass-Lattich sofort an seinen markanten Blättern, die sich bei starker Sonneneinstrahlung senkrecht und präzise in Nord-Süd-Richtung aufstellen. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,97 m ist er eine markante Erscheinung, die in deinem Garten ökologisch wertvolle Akzente setzt. Diese Wildpflanze ist weit mehr als ein Unkraut; sie dient als unverzichtbare Raupennahrung für die Hellbraune Staubeule (Cucullia lucifuga) und lockt Wildbienen wie die Schmalkopf-Maskenbiene (Hylaeus punctulatissimus) an. Wenn du ein Herz für die kleinen Bewohner deines Gartens hast, ist dieser „wilde Salat“ genau die richtige Wahl für dich.
Der biologische Kompass: 0,97 Meter pure Naturkraft für seltene Wildbienen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Kompass-Lattich eine wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten. Er dient als Raupenfutterpflanze für die Hellbraune Staubeule (Cucullia lucifuga). An den gelben Blüten finden sich regelmäßig Bestäuber wie die Saateule (Agrotis segetum) und der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) ein. Besonders wertvoll ist er für die Schmalkopf-Maskenbiene (Hylaeus punctulatissimus), die hier Pollen sammelt. Auch Nützlinge profitieren: Der Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer (Psyllobora vigintiduopunctata) ist oft auf den Blättern zu finden. Im Winter bieten die verblühten Stängel Schutz und die Samen dienen als Nahrung für Vögel.
Der Kompass-Lattich wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Er führt einen milchigen Saft, der bei empfindlichen Personen Hautreizungen verursachen kann und nicht verzehrt werden sollte. Achte darauf, dass Kinder die Pflanzenteile nicht in den Mund stecken. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheit ist der Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.97 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Licht 8), damit die Pflanze ihre typische Kompass-Ausrichtung der Blätter zeigt.
Der Boden sollte normal und mittel nährstoffreich sein (Mittelzehrer); eine spezielle Düngung ist nicht erforderlich.
Er bevorzugt frische Bedingungen (Ellenberg Feuchte 4), ist aber durch seine tiefen Wurzeln sehr tolerant gegenüber trockenen Phasen.
Die ideale Pflanzzeit ist das Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst (September bis November).
Achte auf einen Pflanzabstand von etwa 30 cm, damit sich die Rosette gut entwickeln kann.
Da er sich über leichte Flugsamen (0,4366 mg) selbst aussät, solltest du Verblühtes stehen lassen, wenn du Nachkommen wünschst.
Ein Rückschnitt ist im Spätherbst möglich, aber für Insekten ist das Stehenlassen der Stängel über Winter wertvoller.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie besiedelt ähnliche Standorte und ergänzt das gelbe Blütenbild des Lattichs hervorragend.
Der Kompass-Lattich (Lactuca serriola) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und gilt in unseren Breiten als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde). Er besiedelt natürlicherweise Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohböden wie Wegränder oder Schuttplätze) und ist eng mit dem Kopfsalat verwandt. Auffällig sind seine krautige, nicht verholzte Struktur und die breitblättrigen, am Rand oft stacheligen Blätter. Als Sonnenanbeter hat er eine faszinierende Strategie entwickelt, um Verdunstung zu vermeiden, indem er seine Blattflächen nach dem Sonnenstand ausrichtet.
3 Videos zu Kompass-Lattich



29 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →