
Lamium purpureum
Auch bekannt als: Purpurote Taubnessel, Lamium purpureum var. incisum, Rote Taubnessel, Eingeschnittene Taubnessel, Purpurnessel
34
Arten
interagieren
98
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren purpurroten Lippenblüten und den oft rötlich verfärbten Blättern am Stängelende ist sie unverwechselbar. Diese Art ist als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) ein wichtiger Teil unserer Natur. Sie dient als essentielle Raupennahrung für Falter wie den Graubär (Diaphora mendica) oder die Baja-Bodeneule (Xestia baja). Wenn du sie in deinem Garten zulässt, unterstützt du direkt die lokale Artenvielfalt. Schau doch mal nach, ob sie sich in deinen Beeten schon wohlfühlt.
Kinderstube für den Graubär und bunter Frühstarter ab April.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum) eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für spezialisierte Nachtfalter. Konkret profitieren die Raupen des Graubärs (Diaphora mendica) und der Baja-Bodeneule (Xestia baja) von ihren Blättern. Auch der Ampfer-Wurzelbohrer (Korscheltellus lupulina) und die Jota-Silbereule (Autographa jota) nutzen sie zur Aufzucht ihres Nachwuchses. Da die Blütezeit bereits im April beginnt, bietet sie frühen Hummeln und Wildbienen eine wichtige Energiequelle. Im Winter dienen die verbliebenen Samenstände unseren heimischen Vögeln als wertvolle Nahrungsergänzung. Dein Garten wird durch sie zu einem Baustein für die lokale Biodiversität (Vielfalt der Lebensformen).
Bitte beachte, dass die Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum) laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. In einem Garten, in dem kleine Kinder spielen, solltest du daher vorsichtig sein. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der typischen Lippenblüten kaum, dennoch ist von einem Verzehr abzuraten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mär – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Wähle für die Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum) einen sonnigen Platz in deinem Garten.
Die Pflanze bevorzugt einen frischen (mäßig feuchten) Standort ohne Staunässe.
Da sie ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist, gedeiht sie am besten auf einem nährstoffreichen oder fetten Boden.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Die Pflege ist unkompliziert: Da sie oft einjährig wächst, reicht es, sie einfach aussamen zu lassen.
Eine Gabe von Kompost im Frühjahr unterstützt ihr Wachstum auf magereren Böden.
Zur Vermehrung kannst du die reifen Samen im Spätsommer direkt im Beet verstreuen.
Gute Partnerin: Die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) – beide Arten teilen die Vorliebe für stickstoffreiche Böden und bilden zusammen ein wertvolles Buffet für heimische Insekten.
Die Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und zur Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt nährstoffreiches Kulturland. Ein markantes Merkmal ist ihre Verbindung mit der AM-Mykorrhiza (einer Symbiose zwischen Bodenpilzen und Pflanzenwurzeln). Die Pflanze wächst meist niedrig und bildet charakteristische, vierkantige Stängel aus. Als Archäophyt (eine Art, die vor 1492 eingeführt wurde) ist sie ein fester Bestandteil unserer heimischen Flora.
1 Video zu Purpurrote Taubnessel

28 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_428248503
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