Bild folgtKI-generierte IllustrationLeontodon saxatilis
Auch bekannt als: Leontodon saxatilis
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Arten
interagieren
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dokumentiert
An seinen charakteristisch nickenden Blütenknospen vor dem Aufblühen lässt sich der Nickende Löwenzahn (Leontodon saxatilis) sofort erkennen. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,1 m bleibt er sehr zierlich und passt perfekt in sonnige Rasenstücke oder Fugen. Für deinen Naturgarten ist er wertvoll, da er nach aktuellen Bestäubungsdaten eine wichtige Futterpflanze für seltene Falter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Spanischen Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) darstellt. Wenn du diese kleine Art bei dir ansiedelst, förderst du gezielt spezialisierte Bestäuber. Schau mal genauer hin, ob du die feinen Schwebfliegen an den gelben Körbchen entdeckst.
Zierlicher Scheckenfalter-Magnet: Nur 10 cm groß, aber ökologisch ein Riese.
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Diese Art ist eine wertvolle Tankstelle für eine Vielzahl von Schmetterlingen. Besonders Edelfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) fliegen die gelben Blüten an. Auch spezialisierte Arten wie Melitaea aetherie, der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), Melitaea ornata und der Bergwiesen-Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren direkt vom Nektarangebot. Die winzigen, leichten Samen werden durch den Wind weit verbreitet und dienen im Winter als kleine Energiereserve für Vögel. Durch die Mykorrhiza-Verbindung trägt die Pflanze zudem zur Stabilität des Boden-Ökosystems bei.
Der Nickende Löwenzahn wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.096 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 8: Wähle unbedingt einen vollsonnigen Platz, er braucht viel direktes Licht.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal, er sollte weder zu mager noch überdüngt sein.
Feuchtigkeit: Halte den Standort frisch (mäßig feucht), vermeide aber Staunässe.
Pflanzzeit: Setze ihn am besten im Frühling (März-Mai) oder im Herbst, solange der Boden offen ist.
Wuchshöhe: Mit exakt 0,1 m benötigt die Pflanze keinen Rückschnitt und bleibt sehr kompakt.
Vermehrung: Die sehr leichten Samen (0,4499 mg) verbreiten sich von selbst durch den Wind.
Mykorrhiza: Er lebt in Symbiose mit Bodenpilzen (AM), verzichte daher auf chemische Bodenhilfsstoffe.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, frische Standorte und ergänzt das Nahrungsangebot für Insekten perfekt.
Der Nickende Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er wird als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits indigen ist) eingestuft und besiedelt bevorzugt neutrale bis schwach saure Standorte. Sein natürlicher Lebensraum umfasst lückige Wiesen und Weiden, die mäßig warm sind. Morphologisch zeichnet er sich durch seine bodennahe Rosette mit breitblättrigen Blättern und die unverwechselbaren, vor der Blüte herabhängenden Knospen aus. Trotz seiner geringen Größe von 0,1 m ist er eine robuste, krautige Pflanze.
3 Videos zu Nickender Löwenzahn



40 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →