Bild folgtKI-generierte IllustrationPanicum miliaceum subsp. miliaceum
Auch bekannt als: Panicum miliaceum subsp. miliaceum
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Arten
interagieren
49
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren locker hängenden, weit verzweigten Blütenrispen lässt sich die Echte Hirse (Panicum miliaceum subsp. miliaceum) sofort erkennen. Dieses einjährige Gras bringt eine wunderbare Dynamik in Deinen Garten, da es mit seinen Halmen sanft im Wind schwingt und Struktur verleiht. Für den Naturschutz ist sie besonders wertvoll, weil ihre nahrhaften Samen eine wichtige Energiequelle für den Haussperling (Passer domesticus) darstellen. Zudem dient sie verschiedenen Schmetterlingen wie dem Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) als Lebensraum. Wenn Du eine unkomplizierte Pflanze suchst, die mit wenig Wasser auskommt und Leben in die Beete bringt, liegst Du hier genau richtig.
Kraftfutter für Spatzen und Kinderstube für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Echte Hirse ein wichtiger Anlaufpunkt für diverse Dickkopffalter. Zu den Besuchern zählen der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) sowie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus). Auch der seltene Schwarzfleckige Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola) nutzt dieses Gras. Während die Falter den Schutz der Halme schätzen, profitiert der Haussperling (Passer domesticus) im Herbst massiv von den energiereichen Samen. Zudem dient sie der Getreide-Weißadereule (Mythimna pallens) als Nahrungsgrundlage und trägt so zur Artenvielfalt der Nachtfalter bei.
Die Echte Hirse ist als traditionelles Getreide für Menschen und Haustiere ungiftig. In der Datenbank wird sie als nicht kindersicher geführt, was vor allem an den harten Samenkörnern liegt, die von Kleinkindern verschluckt werden könnten. Aus botanischer Sicht bestehen keine Verwechslungsgefahren mit giftigen Wildgräsern in Deinem Garten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
0.695 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Boden: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (nährstoffreicher Boden); arbeite vor der Pflanzung etwas reifen Kompost ein.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktion 7), um optimales Wachstum zu gewährleisten.
Feuchtigkeit: Da sie Trockenheit liebt (Feuchte 3), musst Du nur bei langanhaltender Dürre zusätzlich gießen.
Pflanzzeit: Setze die Hirse im April oder Mai ins Freiland, sobald keine Bodenfröste mehr zu erwarten sind.
Wuchshöhe: Plane bei der Beetgestaltung mit einer festen Endhöhe von genau 0.7 m.
Pflege: Ein Rückschnitt ist während der Saison nicht nötig; lass die Halme über den Winter für die Vögel stehen.
Pflanzpartner: Die Wilde Reseda (Reseda lutea) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen kalkreichen und sonnigen Standorte bevorzugt.
Die Echte Hirse gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist ein klassischer Vertreter der Rispenhirsen. Sie wächst als einjähriges, nicht verholztes Gras und erreicht eine Wuchshöhe von 0.7 m. Ursprünglich als Kulturpflanze verbreitet, besiedelt sie als etablierter Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) heute oft Ruderalstandorte (unbebaute Flächen) und Ackerränder. Typisch sind ihre breitblättrigen Halme und die namensgebenden Rispen, die das Getreide auch für Laien leicht identifizierbar machen.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →