Bild folgtKI-generierte IllustrationPhyteuma orbiculare
Auch bekannt als: Phyteuma tenerum
33
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200
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dokumentiert
Schon von weitem fällt die Kugel-Teufelskralle (Phyteuma orbiculare) durch ihre tiefblauen, kugelrunden Blütenköpfe auf, die aus vielen kleinen, gebogenen Einzelblüten bestehen. Als seltener Gast in unseren Gärten ist sie ökologisch besonders wertvoll, da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt wird. Mit ihrer extrem langen Blütezeit von März bis September bietet sie über viele Monate hinweg eine verlässliche Nahrungsquelle für die heimische Insektenwelt. Du holst dir mit ihr also ein echtes Stück schützenswerte Natur direkt ans Haus. Wenn du ihr einen mageren Platz gönnst, wird sie dir ihre Anwesenheit über Jahre danken.
Blaues Wunder mit Ausdauer: Die gefährdete Teufelskralle blüht bis zu 7 Monate.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art aufgrund ihrer langen Blühphase von März bis September eine wichtige Konstante im Gartenjahr. Während andere Pflanzen bereits verblüht sind, liefert sie über sieben Monate hinweg kontinuierlich Ressourcen für die Insektenwelt. Da sie als indigen (einheimisch) und archäophytisch (altbuergerlich) gilt, ist sie perfekt an das hiesige Ökosystem angepasst. Ihre Einstufung in der Roten Liste 3 unterstreicht, dass jeder Gartenbesitzer durch die Anpflanzung einen aktiven Beitrag zum Erhalt einer gefährdeten heimischen Pflanzenart leistet.
Die Kugel-Teufelskralle wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle im Vordergrund stehen, sollte sie außerhalb der direkten Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden, um einen Verzehr sicherheitshalber auszuschließen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wildpflanzen besteht aufgrund der einzigartigen Kugelform der Blüten praktisch nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mär – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.32 m
Die Kugel-Teufelskralle ist eine unkomplizierte Bewohnerin, sofern die Standortbedingungen stimmen.
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht), aber gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden.
Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie mageren Boden; verzichte daher unbedingt auf Düngergaben.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Achte darauf, dass sie nicht von starkwüchsigen Gräsern bedrängt wird.
Eine Vermehrung erfolgt am einfachsten über Aussaat nach der Samenreife.
Gute Partnerin: Das Zittergras (Briza media) – beide teilen die Vorliebe für magere Standorte und das Zittergras unterstreicht mit seinen filigranen Halmen die markante Blütenform der Teufelskralle, ohne sie zu verdrängen.
Die Kugel-Teufelskralle gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt vorzugsweise Magerrasen (nährstoffarme, oft kalkhaltige Wiesen) und Bergwiesen. Charakteristisch sind die grundständigen Blattrosetten und die namensgebenden, krallenförmig gebogenen Kronröhren der Blüten, die sich vor dem Aufblühen wie kleine Teufelshörner krümmen.
2 Videos zu Kugel-Teufelskralle


30 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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