Bild folgtKI-generierte IllustrationPopulus balsamifera
Auch bekannt als: Balsam-Pappel
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
37
Arten
interagieren
37
Interaktionen
dokumentiert
37
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihrem intensiven, balsamischen Duft beim Austrieb im Frühjahr lässt sich die Balsam-Pappel (Populus balsamifera) sofort erkennen. Dieser stattliche Baum ist ein wahrer Segen für die Artenvielfalt in Deinem Garten, sofern Du ausreichend Platz für seine imposante Krone hast. Besonders Nachtfalter wie der Pappel-Zahnspinner (Pheosia tremula) oder der Pappel-Eulenspinner (Tethea or) sind auf dieses Gehölz als Kinderstube für ihre Raupen angewiesen. Wenn Du einen feuchten Standort hast und der Natur wirklich etwas Gutes tun willst, liegst Du mit dieser Pappel genau richtig. Du schaffst damit einen vertikalen Lebensraum, der in modernen Gärten leider viel zu selten geworden ist.
Duftendes Kraftpaket: Lebensraum für den Pappel-Zahnspinner und 7 weitere Falter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist dieser Baum eine unverzichtbare Futterquelle für spezialisierte Insekten. Gleich acht Schmetterlingsarten nutzen die Blätter als Raupenfutterpflanze, darunter der Birken-Gabelschwanz (Furcula bifida), der Weiße Hermelin (Acronicta leporina) und die Pappel-Kätzcheneule (Orthosia populeti). Auch die Gold-Gelbe Herbsteule (Xanthia togata) und der Ringelspinner (Malacosoma neustria) profitieren direkt von ihrer Anwesenheit. Die frühe Blüte im März und April bietet zudem erste Nahrung nach dem Winter. Da die Samen extrem leicht sind, werden sie effektiv durch den Wind verbreitet und dienen manchen Vögeln im Frühjahr als feines Nistmaterial.
Bitte beachte beim Pflanzen, dass die Balsam-Pappel laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, solltest Du daher vorsichtig sein oder den Zugang zum Baum begrenzen. Es liegen keine Hinweise auf schwere Vergiftungen vor, dennoch ist Vorsicht bei der Standortwahl geboten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Apr
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
18.337 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz mit viel Freiraum.
Der Boden sollte tiefgründig, nährstoffreich und dauerhaft feucht sein.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Beachte die Endhöhe von 18.34 m; halte ausreichend Abstand zu Gebäuden ein.
In den ersten Standjahren bei Sommertrockenheit regelmäßig durchdringend wässern.
Ein Rückschnitt ist bei diesem Baumtypus meist nicht nötig und zerstört die natürliche Wuchsform.
Die Vermehrung erfolgt meist über Steckhölzer (unbewurzelte Zweigstücke) im Winter.
Gute Partnerin: Die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) – sie teilt die Vorliebe für feuchte Füße und ergänzt das ökologische Angebot am Teichrand oder Bachlauf.
Die Balsam-Pappel gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und stammt ursprünglich aus Nordamerika, ist aber in unseren Breiten seit langem etabliert. Als typischer Baum der Flussauen (vom Wasser geprägte Uferlandschaften) bevorzugt sie Standorte mit guter Wasserversorgung. Mit einer exakten Wuchshöhe von 18.34 m bildet sie eine stattliche Silhouette. Die Blätter sind mit 2774.0 mm² Fläche recht groß und breitflächig, was den Baum zu einem effektiven Schattenspender macht. Botanisch interessant ist die Ausbreitungsstrategie: Die nur 1.0156 mg leichten Samen (Diasporen) werden vom Wind über weite Strecken getragen.
37 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →