Bild folgtKI-generierte IllustrationHydriomena furcata (Thunberg, 1784)
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An den variabel gemusterten, meist grünlich oder bräunlich marmorierten Vorderflügeln lässt sich der Heidelbeer-Palpenspanner sofort erkennen. Dieser heimische Nachtfalter bringt pro Jahr lediglich eine Generation hervor. Sobald im Frühjahr die Knospen schwellen, schlüpfen die Raupen aus den Eiern, die an den Zweigen überwintert haben. Sie ernähren sich von den Blättern der Gewöhnlichen Hasel (Corylus avellana), der Moor-Birke (Betula pubescens) oder der Heidelbeere (Vaccinium myrtillus). Die Raupen sind polyphag (viele verschiedene Nahrungspflanzen nutzend) und spinnen oft Blätter zusammen, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Im Sommer, meist ab Juli, kannst du die Falter beobachten, wie sie Nektar an der Brombeere (Rubus fruticosus agg.) oder dem Echten Johanniskraut (Hypericum perforatum) aufnehmen. Um die Art in deinem Garten zu fördern, solltest du auf heimische Wildsträucher wie die Hasel setzen und auf einen radikalen Rückschnitt im Winter verzichten. Da die Überwinterung in der Kältestarre (Zustand reduzierten Stoffwechsels bei niedrigen Temperaturen) als Ei an der Rinde erfolgt, entfernst du mit dem Schnitt sonst den gesamten Nachwuchs. Ein naturnaher Garten mit Laubschicht unter den Sträuchern bietet zudem ideale Verpuppungsplätze.
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Dieser Nachtfalter ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gast in naturnahen Gärten. Er besitzt weder Stachel noch Beißwerkzeuge, die für Menschen spürbar wären. Da er als Ei an Zweigen überwintert, ist er lediglich gegenüber einem zu frühen Heckenrückschnitt empfindlich.
Der Heidelbeer-Palpenspanner gehört zur Familie der Spanner (Geometridae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt Moore, Waldränder sowie Gehölzgruppen. Mit einer Flügelspannweite von etwa 23 bis 30 Millimetern ist er mittelgroß. Auffällig sind seine Labialpalpen (lippenartige Mundwerkzeuge), die wie eine kleine Schnauze nach vorne ragen. Die Art gilt als extrem polymorph (vielgestaltig), was bedeutet, dass die Färbung zwischen Individuen stark variieren kann.
13 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
6 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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