Bild folgtKI-generierte IllustrationSalvia nemorosa
Auch bekannt als: Hain-Salbei
30
Arten
interagieren
96
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind beim Steppen-Salbei die straff aufrechten, dunkelvioletten Blütenähren, die über dem graugrünen Laub stehen und einen würzigen Duft verströmen. Er ist ein unverzichtbarer Baustein für deinen Naturgarten, da er als verlässliche Nektarquelle in den trockenen Sommermonaten dient. Besonders die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) profitieren von seinem reichhaltigen Angebot. Wenn du einen sonnigen Platz hast, an dem andere Stauden bereits schlapp machen, ist dieser robuste Überlebenskünstler genau die richtige Wahl für dich. So schaffst du mit wenig Aufwand einen wertvollen Lebensraum direkt vor deiner Terrasse.
Blaues Blütenwunder für die Waldhummel: Robust, trockenheitsliebend und ausdauernd.
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Dieser Salbei ist eine zentrale Futterpflanze für verschiedene Bestäuber während der Monate Juni bis August. Nach aktuellen Daten besuchen insbesondere die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Honigbiene die Blüten sehr intensiv. Auch für Schmetterlinge wie den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) stellt er eine wichtige Tankstelle dar. Interessanterweise ist die Pflanze auch für Nachtfalter von Bedeutung: Arten wie die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) und die Baumwoll-Sonneneule nutzen den Steppen-Salbei als Lebensraum. Damit unterstützt du nicht nur die Tagfauna, sondern förderst die Biodiversität rund um die Uhr.
In Bezug auf die Kindersicherheit ist beim Steppen-Salbei eine gewisse Vorsicht geboten, da er offiziell als nicht uneingeschränkt kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle wie bei Tollkirschen bekannt sind, sollten Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Eine Verwechslung mit giftigen Wildpflanzen ist aufgrund des typischen Salbeidufts jedoch sehr unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.43 m
Setze den Steppen-Salbei unbedingt an einen vollsonnigen Platz in deinem Garten. Er benötigt trockene bis frische Verhältnisse und kommt als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) mit ganz normalem Gartenboden bestens zurecht.
Pflanzzeit: Idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Boden: Der Boden sollte gut durchlässig sein, um Staunässe (stehendes Wasser an den Wurzeln) zu vermeiden.
Pflege: Wenn du die verblühten Triebe nach der ersten Hauptblüte im Juli bodennah zurückschneidest, treibt die Pflanze oft ein zweites Mal aus.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr verjüngt die Pflanze und sorgt für Vitalität.
Kombination: Ein hervorragender Partner ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen die Vorliebe für trockene, sonnige Standorte und ergänzen sich optisch sowie ökologisch perfekt in der sommerlichen Blütezeit.
Der Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in unserer Region als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) heimisch. Er besiedelt natürlicherweise sonnige Böschungen und Halbtrockenrasen (grasreiche Flächen auf trockenen Standorten). Ein markantes Merkmal sind seine vierkantigen Stängel und die runzeligen, eiförmigen Blätter. Die Pflanze wächst buschig und erreicht meist eine Höhe von 40 bis 60 Zentimetern, wobei sie über ein tiefreichendes Wurzelsystem verfügt, das sie unempfindlich gegenüber Hitze macht.
2 Videos zu Steppen-Salbei


29 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →