
Scabiosa columbaria
Auch bekannt als: Tauben-Skabiose, Tauben-Grindkraut, Taubenskabiose
Artengruppe
51
Arten
interagieren
202
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre zart violetten Bluetenkoepfe mit den auffallend langen Staubbeuteln wirken wie kleine Nadelkissen. In deinem Garten ist sie weit mehr als nur ein Farbtupfer, denn sie dient als lebenswichtige Kinderstube fuer bedrohte Arten wie den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia). Da sie unermuedlich von Juli bis tief in den November hinein blueht, schliesst sie eine gefaehrliche Versorgungsluecke fuer spaet fliegende Insekten. Du kannst mit dieser robusten Pflanze auf kleinstem Raum einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz leisten. Wenn du einen sonnigen Platz hast, wird sie dich jahrelang mit ihrer Vitalitaet erfreuen.
Dauerblueherin bis November: Die wichtigste Nektartankstelle fuer den Herbst.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten ist die Tauben-Skabiose eine Schluesselpflanze fuer die Biodiversitaet. Sie ist die spezifische Raupenfutterpflanze fuer die Karden-Sonneneule (Heliothis maritima) und den seltenen Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia). Durch ihre Mykorrhiza (AM - eine Symbiose mit Bodenpilzen) verbessert sie die Bodenstruktur und Naehrstoffaufnahme im Beet. Ihre Samen, die mit nur 1.7149 mg sehr leicht sind, verbreiten sich effizient durch den Wind und bieten Kleinvögeln eine Nahrungsquelle. Die spaete Bluetezeit bis November macht sie zu einer der wichtigsten Nektarquellen im Herbst, wenn viele andere heimische Wildpflanzen bereits verblueht sind.
Die Tauben-Skabiose wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher gefuehrt. Auch wenn keine akuten schweren Vergiftungen bekannt sind, sollten Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Bei Unfaellen mit Kindern oder Haustieren ist vorsichtshalber der Giftnotruf unter 0228 19 240 zu kontaktieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Nov
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.397 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Waehle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne pro Tag erhaelt.
Boden: Die Erde sollte mager (Schwachzehrer) und gut durchlaessig sein; schwere Boeden mit Sand oder Splitt abmagern.
Feuchtigkeit: Halte die Pflanze eher trocken (Feuchtewert 3), sie vertraegt Trockenperioden sehr gut.
Kalkgehalt: Achte auf einen basischen (kalkhaltigen) Boden, bei Bedarf etwas Gartenkalk einarbeiten.
Pflanzzeit: Setze sie am besten im Fruehling (Maerz-Mai) oder im Herbst (September-November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Schneide die Pflanze im Spaetherbst nicht sofort bodennah ab, um die Selbstaussaat durch Windausbreitung zu ermoeglichen.
Vermehrung: Die leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sorgen bei offenem Boden fuer eine natuerliche Verjuengung.
Pflanzpartner: Gute Partnerin ist die Echte Schlüsselblume (Primula veris) oder der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria) – beide teilen die Vorliebe fuer kalkreiche, sonnige Standorte.
Die Tauben-Skabiose gehoert zur Familie der Geissblattgewaechse (Caprifoliaceae) und ist eine indigene (einheimische) Staude unserer Region. Ihr natuerlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wo sie auf kalkhaltigen Boeden gedeiht. Morphologisch besticht sie durch ihre Vielgestaltigkeit: Waehrend die unteren Blaetter oft ganzrandig sind, zeigen sich die oberen Blaetter fiederteilig (tief eingeschnitten). Mit einer Wuchshoehe von exakt 0.4 m bleibt sie kompakt und gliedert sich perfekt in sonnige Staudenbeete ein.
3 Videos zu Tauben-Skabiose (Artengruppe)



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49 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_856358640
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