Bild folgtKI-generierte IllustrationSelenia tetralunaria (Hufnagel, 1767)
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An seinen markanten, halbmondförmigen und fast durchsichtigen Glasflecken auf den Flügeln lässt sich der Violettbraune Mondfleckspanner sofort erkennen. In deinem Garten tritt dieser heimische Nachtfalter in zwei Generationen pro Jahr auf, wobei sich die Falter im Frühjahr und Sommer farblich leicht unterscheiden. Die Weibchen legen ihre Eier direkt an die Zweige der Futtergehölze ab. Jetzt im März kannst du die ersten erwachsenen Tiere beobachten, wie sie zur Nektaraufnahme die Blüten der Vogel-Kirsche (Prunus avium) oder der Gewöhnlichen Esche (Fraxinus excelsior) aufsuchen. Die Raupen sind auf eine Vielzahl heimischer Gehölze angewiesen und fressen unter anderem an der Schwarz-Erle (Alnus glutinosa), dem Eingriffligen Weißdorn (Crataegus monogyna) und der Gewöhnlichen Hasel (Corylus avellana). Auch die Europäische Lärche (Larix decidua) und der Echte Faulbaum (Frangula alnus) dienen als wichtige Nahrungsgrundlage für die Larven. Das Tier überwintert als Puppe in der schützenden Laubschicht oder in der obersten Erdschicht, um vor Frost sicher zu sein. Du kannst diesen Schmetterling gezielt fördern, indem du heimische Sträucher wie die Nordische Traubenkirsche (Prunus padus subsp. borealis) pflanzt. Ein strukturreicher Garten mit viel Falllaub unter den Hecken bietet ihm ideale Bedingungen für eine erfolgreiche Entwicklung.
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Dieser Falter ist für den Menschen völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Er verfügt über keinerlei Abwehrmechanismen wie Stacheln oder Gifte und muss daher nicht bekämpft werden. Ein vorsichtiger Umgang mit den Raupen und Faltern schützt die empfindlichen Tiere vor Verletzungen.
Der Violettbraune Mondfleckspanner (Selenia tetralunaria) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Spanner (Geometridae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Mischwälder, Parkanlagen sowie naturnahe Gärten. Charakteristisch für die Gattung ist die Ruheposition, bei der die Flügel steil nach oben zusammengeklappt werden, was eher an Tagfalter erinnert. Die Art weist einen Saisondimorphismus (jahreszeitlich unterschiedliches Aussehen) auf, bei dem die zweite Generation im Sommer oft kleiner und kontrastärmer gezeichnet ist.
19 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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