Bild folgtKI-generierte IllustrationCastanea sativa
Auch bekannt als: Marroni, Echte Kastanie, Edel-Kastanie, Kastanie, Eßkastanie, Keschtn, Esskastanien, Maronen, Edelkastanie
81
Arten
interagieren
97
Interaktionen
dokumentiert
39
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren länglichen, glänzenden Blättern mit den grob gezähnten Rändern lässt sich die Ess-Kastanie (Castanea sativa) sofort erkennen. Dieser imposante Baum ist weit mehr als nur ein Lieferant für herbstliche Leckereien; er ist ein wahrer Hotspot für die heimische Fauna. In deinem Garten bietet sie Lebensraum für spezialisierte Insekten wie die Atlantische Sandbiene (Andrena nigroaenea) und dient zahlreichen Schmetterlingsraupen als Nahrung. Selbst nachts herrscht Leben, wenn die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) in ihrer Nähe auf Jagd geht. Wenn du den Platz hast, schenkst du mit diesem Baum Generationen von Tieren ein sicheres Zuhause.
Stattlicher Schattenspender und Kinderstube für die Gelblinien-Spannereule.
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Die Ess-Kastanie ist ein bedeutender Baustein für die Artenvielfalt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten lockt sie Insekten wie die Atlantische Sandbiene (Andrena nigroaenea) an. Besonders wichtig ist sie als Raupenfutterpflanze für den Nachwuchs der Gelblinien-Spannereule (Agrochola lychnidis), der Umbra-Sonneneule (Pyrrhia umbra) und des Laubwald-Grünspanners (Hemithea aestivaria). Auch der Buchen-Frostspanner (Operophtera fagata) und die Obstbaum-Rindeneule (Acronicta psi) nutzen sie zur Fortpflanzung. Die schweren Früchte sind eine energiereiche Nahrungsquelle für Säugetiere, während im Holz lebende Arten wie der Ungleiche Holzbohrer (Xyleborus dispar) von der Struktur des Baumes profitieren.
Die Ess-Kastanie wird als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt vor allem an den extrem spitzen, harten Stacheln der Fruchtbecher, die bei Berührung schmerzhafte Verletzungen verursachen können. Die Früchte selbst sind nach dem Rösten oder Kochen essbar, sollten jedoch nicht mit der ungenießbaren Rosskastanie verwechselt werden. Trage bei der Ernte im Herbst am besten Handschuhe.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
27.117 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Nektar
0.0685 µl/Blüte
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Ellenberg Licht 6), an dem der Baum genügend Raum zur Entfaltung hat.
Boden: Ideal ist ein frischer, also mäßig feuchter Boden (Ellenberg Feuchte 5).
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Ellenberg Nährstoffe 4) kommt sie mit normalem Gartenboden ohne zusätzliche Düngung gut zurecht.
Bodenreaktion: Achte auf einen neutralen bis schwach sauren Boden (Ellenberg Reaktion 4).
Pflanzzeit: Setze den Baum im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern kein Bodenfrost herrscht.
Platzbedarf: Plane aufgrund der Endhöhe von 27.12 m ausreichend Abstand zu Gebäuden ein.
Erziehung: Ein Rückschnitt ist bei diesem verholzenden Baum nur bei Fehlentwicklungen nötig.
Besonderheit: Die schweren Samen fallen im Herbst herab und werden vor allem durch Tiere im Garten verteilt.
Gute Partnerin: Die Hainbuche (Carpinus betulus) – sie schätzt ebenfalls frische Standorte und ergänzt die Ess-Kastanie in einer naturnahen Hecken- oder Waldrandstruktur perfekt.
Die Ess-Kastanie (Castanea sativa) gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Sie wird in unseren Breiten als Archäophyt (eine Pflanzenart, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft und ist heute in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest etabliert. Ihr natürlicher Lebensraum sind wärmeliebende Laubmischwälder auf neutralen bis schwach sauren Böden. Charakteristisch ist ihre Wuchsform als Baum, der eine exakte Wuchshöhe von 27.12 m erreichen kann. Die Bestäubung erfolgt sowohl durch den Wind als auch durch Käfer und Bienen, was sie ökologisch besonders wertvoll macht.
1 Video zu Ess-Kastanie

21 Arten interagieren mit dieser Pflanze
39 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
21 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →