Bild folgtKI-generierte IllustrationBetula pubescens
Auch bekannt als: Gewöhnliche Moor-Birke, Karpaten-Birke, Betula pubescens subsp. pubescens, Besenbirke, Fjellbirke, Haarbirke, bouleau pubescent, Behaarte Birke, Fjällbirke
71
Arten
interagieren
80
Interaktionen
dokumentiert
53
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Moor-Birke (Betula pubescens) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre jungen Triebe sind weich behaart, und die Rinde leuchtet weiß, ohne die tiefen, schwarzen Furchen ihrer Verwandten zu zeigen. Dieser Baum ist ein wahrer Segen für den Naturgarten, da er spezialisierten Arten wie dem Gebänderten Grünspanner (Geometra papilionaria) und der Woll-Rindeneule (Acronicta leporina) als lebensnotwendige Kinderstube dient. Wenn du einen feuchten Platz im Garten hast, ist sie die ideale Wahl, um Struktur und ökologische Tiefe zu schaffen. Du wirst sehen, wie schnell sich verschiedenste Falter an ihrem Stamm einfinden.
Weißstammige Schönheit: Ein Paradies für den Gebänderten Grünspanner.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Baum ein Magnet für spezialisierte Insekten. Die Raupen des Hellen Sichelflüglers (Drepana falcataria) und des Birken-Gürtelpuppenspanners (Cyclophora albipunctata) sind auf das Laub angewiesen. Auch der Gebüsch-Grünspanner (Jodis lactearia) und der Buchen-Frostspanner (Operophtera fagata) finden hier ihre Lebensgrundlage. In den Abendstunden jagen Zwergfledermäuse (Pipistrellus pipistrellus) im Kronenbereich nach Insekten wie dem Gelbspanner (Opisthograptis luteolata). Im Winter bieten die Samenstände eine überlebenswichtige Nahrungsquelle für heimische Singvögel, wenn andere Quellen bereits erschöpft sind.
Die Moor-Birke wird als nicht kindersicher eingestuft, was primär an ihrem hohen Allergiepotenzial liegt. Die Pollen können bei empfindlichen Personen starken Heuschnupfen auslösen. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Baumarten besteht in unseren Breiten nicht. Abgesehen von der Pollenproblematik ist der Baum ungiftig, sollte aber bei bekannter Allergie nicht direkt am Haus oder Spielplatz stehen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
10 m
Wähle einen Standort in der vollen Sonne, damit die Krone ihre charakteristische Form ausbilden kann.
Der Boden sollte idealerweise "frisch" sein, also eine gleichmäßige, mäßige Feuchte aufweisen und niemals ganz austrocknen.
Da die Moor-Birke ein Schwachzehrer (kommt mit wenig Nährstoffen aus) ist, gedeiht sie hervorragend auf mageren Böden ohne Düngung.
Die beste Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Junge Bäume benötigen bei sommerlicher Hitze regelmäßige Wassergaben, bis das Wurzelsystem etabliert ist.
Ein Rückschnitt ist im Hausgarten meist nicht erforderlich; die natürliche Wuchsform ist am stabilsten.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die im Herbst reifenden Flugsamen.
Gute Partnerin: Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus), da beide feuchte, saure Standorte bevorzugen und die Moor-Birke als wichtige Futterpflanze für die Heidelbeereule (Anarta myrtilli) das ökologische Gefüge ergänzt.
Die Moor-Birke gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Als Pionierbaumart besiedelt sie bevorzugt Moore, Bruchwälder (dauerhaft nasse, sumpfige Wälder) und feuchte Heidegebiete. Morphologisch unterscheidet sie sich durch ihre samtig-flaumigen Zweige und die eher eiförmigen, am Rand grob gesägten Blätter von der Hänge-Birke. Sie ist ein typischer Lichtbaum, der für eine gesunde Entwicklung volle Besonnung benötigt.
1 Video zu Moor-Birke

5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
53 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
13 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →