Bild folgtKI-generierte IllustrationAlnus incana
Auch bekannt als: Betula alnus var. incana
65
Arten
interagieren
75
Interaktionen
dokumentiert
51
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Grau-Erle an ihrer glatten, silbrig-grauen Rinde und den bereits im Vorfrühling herabhängenden, rötlichen Kätzchen. Sie ist ein robustes Pioniergehölz (Erstbesiedlerin offener Flächen), das als einer der ersten Baumarten im Jahr Farbe in deinen Garten bringt. Ökologisch ist sie wertvoll, da sie Raupen wie dem Gelbgestreiften Erlen-Spanner (Hydrelia sylvata) eine Lebensgrundlage bietet. Während andere Pflanzen noch ruhen, liefert sie bereits im Februar lebenswichtigen Pollen. Wenn du einen Baum suchst, der die Natur direkt vor deinem Fenster zum Leben erweckt, ist sie eine hervorragende Wahl.
Frühstart für Falter: Die erste wichtige Pollenquelle bereits ab Februar.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Grau-Erle eine der frühesten Pollenquellen für den Garten, mit einer Blütezeit von Februar bis April. Sie ist eine wichtige Futterpflanze für spezialisierte Raupen wie die des Gelbgestreiften Erlen-Spanners (Hydrelia sylvata) und des Schlehenspanners (Angerona prunaria). Auch winzige Lebewesen wie die Gallmilbe (Eriophyes laevis) nutzen die Blätter als Lebensraum. Im Winter sind die verholzten Zapfen eine rettende Energiequelle für Vögel wie den Erlenzeisig, der die kleinen Samen geschickt herauslöst. Da sie indigen (einheimisch) ist, ist sie perfekt mit unserer Tierwelt vernetzt.
Achte darauf, dass die Grau-Erle laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Ein Verzehr von Pflanzenteilen sollte vermieden werden. Eine Verwechslung mit der Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) ist möglich, allerdings hat die Grau-Erle zugespitzte Blätter, während die der Schwarz-Erle an der Spitze eingekerbt sind.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Feb – Apr
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Die Grau-Erle ist ein anspruchsloser Gast, der sonnige bis halbschattige Plätze liebt. Sie bevorzugt feuchte Böden, verträgt aber auch zeitweise Trockenheit recht gut. Deine ideale Pflanzzeit liegt im März bis Mai oder zwischen September und November, solange der Boden frostfrei offen ist. Da sie Stickstoff aus der Luft binden kann, wirkt sie wie ein natürlicher Dünger für deinen Gartenboden. Ein Rückschnitt ist meist nicht erforderlich, da sie eine harmonische Krone bildet. Wenn du sie vermehren möchtest, gelingt dies am einfachsten über Steckhölzer im Winter. Achte auf ausreichend Platz, da sie im Alter eine stattliche Größe erreicht. Als Begleitpflanze empfehle ich die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale). Diese heimische Staude liebt ähnliche Bodenverhältnisse und blüht direkt im Anschluss an die Erle, was die Nahrungskette für Insekten lückenlos fortsetzt.
Die Grau-Erle (Alnus incana) gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sie besiedelt bevorzugt feuchte Standorte und Gebirgsbäche, kommt aber auch mit trockeneren Böden besser zurecht als ihre Verwandte, die Schwarz-Erle. Ein besonderes Merkmal ist die Blattunterseite, die oft gräulich behaart ist und dem Baum seinen Namen gab. Als Baum mit EM-Mykorrhiza (Ektomykorrhiza - eine Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) verbessert sie aktiv die Nährstoffaufnahme und die Bodenstruktur.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
51 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
8 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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