Bild folgtKI-generierte IllustrationSesleria caerulea
Auch bekannt als: Sesleria caerulea
41
Arten
interagieren
47
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihrem markanten zweifarbigen Laub, das auf der Oberseite grün und auf der Unterseite bläulich-weiß schimmert, fällt das Kalk-Blaugras (Sesleria caerulea) sofort auf. Dieses horstig wachsende Gras ist ein wertvoller Baustein für deinen Naturgarten, da es bereits sehr früh im Jahr Struktur und Nahrung bietet. Besonders Raupen wie die des Graubindigen Mohrenfalters (Erebia aethiops) sind auf dieses spezifische Gras angewiesen. Wenn du einen kalkreichen, eher trockenen Standort hast, ist diese Pflanze eine ideale Wahl. Du tust damit nicht nur der Artenvielfalt einen Gefallen, sondern hast auch eine äußerst langlebige und robuste Begleiterin in deinen Beeten.
Frühaufsteherin im Naturgarten: Wichtige Futterpflanze für seltene Mohrenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Kalk-Blaugras eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Schmetterlinge, darunter der Spiegel-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Gelbbunte Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon). Von herausragender Bedeutung ist es jedoch als Kinderstube: Die Raupen des Lichtwald-Graseulchens (Photedes captiuncula) und der Grünen Eule (Calamia tridens) nutzen die Blätter als Nahrungsgrundlage. Auch der Graubindige Mohrenfalter (Erebia aethiops) ist auf Bestände dieser Art angewiesen. Da es zu den am frühesten blühenden Gräsern zählt, bietet es bereits im März Schutz und erste Strukturen in einer ansonsten noch kargen Gartenlandschaft.
Nach vorliegenden Daten ist das Kalk-Blaugras als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt vermutlich an den scharfen Blatträndern, die bei unvorsichtiger Berührung zu kleinen Schnittwunden führen können. Die Pflanze selbst ist ungiftig, sollte aber dennoch nicht in unmittelbarer Nähe von Spielbereichen kleiner Kinder gepflanzt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht im Gartenkontext nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.22 m
Das Kalk-Blaugras ist eine dankbare Pflanze, wenn die Standortbedingungen stimmen. Hier sind die wichtigsten Punkte für die Praxis:
Standort: Bevorzugt vollsonnige bis halbschattige Plätze auf kalkhaltigem Boden.
Boden: Er sollte durchlässig und eher mager sein; Staunässe verträgt das Gras nicht.
Pflanzzeit: Du kannst es im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht nötig und eher kontraproduktiv. Putze das Gras im zeitigen Frühjahr (Februar) lediglich mit den Händen aus, um loses Laub zu entfernen.
Vermehrung: Ältere Horste lassen sich im Frühjahr einfach teilen und an neuen Stellen einpflanzen.
Wässerung: Nur in extremen Trockenperioden nötig, da es an trocken-warme Standorte angepasst ist.
Kombination: Eine wunderbare Partnerin ist die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris). Beide besiedeln kalkreiche Trockenrasen und blühen gemeinsam sehr früh im Jahr, was sie zu einem wichtigen Duo für die erste Insektenwelle macht.
Das Kalk-Blaugras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als indigen (einheimisch) besiedelt es natürlicherweise Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Kalk-Kiefernwälder. Die Pflanze bildet dichte Polster und zeichnet sich durch ihre frühe Blütezeit aus, die oft schon im März beginnt. Die Ährchen sind kurz eiförmig und erscheinen zunächst bläulich-violett, bevor sie im Sommer verblassen.
38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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