Bild folgtKI-generierte IllustrationSisymbrium officinale
Auch bekannt als: Wegsenf, Weg-Rauke, Raukensenf, Sängerkraut, Gewöhnliche Rauke, Wegrauke
44
Arten
interagieren
73
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren winzigen, hellgelben Blüten, die an den Enden langer, sparrig verzweigter Stängel sitzen, lässt sich die Wege-Rauke (Sisymbrium officinale) sofort erkennen. Sie wirkt auf den ersten Blick unscheinbar, ist aber eine wertvolle Futterquelle für Schmetterlinge wie den Aurorafalter oder den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae). Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch war) besiedelt sie gern nährstoffreiche Ecken, die man sonst oft vernachlässigt. In deinem Garten sorgt sie für Wildnis-Charakter und unterstützt gleichzeitig spezialisierte Wildbienen. Lass ihr ruhig ein Plätzchen am Wegrand, sie wird es dir mit regem Insektenbesuch danken.
Drahtiger Überlebenskünstler: Wertvolle Futterpflanze für den Aurorafalter.
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Die Wege-Rauke ist eine wichtige Kinderstube für Schmetterlinge, da sie dem Aurorafalter und dem Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) als Raupenfutter dient. Auch für Wildbienen bietet sie wertvolle Nahrung: Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) die gelben Blüten regelmäßig an. Selbst spezialisierte Insekten wie der Punktkäfer oder der Buchen-Blattspanner finden hier einen Lebensraum. Da sie bis in den Oktober hinein blüht, stellt sie eine verlässliche Nahrungsquelle dar, wenn viele andere Wildpflanzen bereits verblüht sind.
Bitte beachte, dass die Wege-Rauke laut unseren Daten nicht als kindersicher eingestuft wird. Es ist daher ratsam, darauf zu achten, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten ist aufgrund der charakteristischen, eng am Stängel anliegenden Schoten (Samenkapseln) bei genauer Betrachtung unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.47 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (benötigt viele Nährstoffe) und bevorzugt fetten, stickstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Ein frischer, also mäßig feuchter Untergrund ist ideal für ein gesundes Wachstum.
Pflanzzeit: Setze die Wege-Rauke am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November in die Erde, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Sie ist äußerst anspruchslos und benötigt keinen zusätzlichen Dünger, wenn der Boden bereits nährstoffreich ist.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich meist zuverlässig von selbst, was im naturnahen Garten erwünscht ist.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen ähnliche Standortansprüche an sonnigen Wegrändern und ergänzen sich in ihrer ökologischen Funktion als Insektenweide hervorragend.
Die Wege-Rauke ist ein bei uns indigenes (einheimisches) Wildkraut, das in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet ist. Ihr natürlicher Lebensraum sind Ruderalstandorte (vom Menschen geprägte Flächen mit Schutt oder Kies) und nährstoffreiche Wegränder. Auffällig ist ihr Wuchs mit langen, rechtwinklig abstehenden Ästen, die der Pflanze eine fast skelettartige Silhouette verleihen. Ein markantes Merkmal sind die fadenförmigen Samenkapseln, die nach der Blüte eng an den Stängel gepresst nach oben wachsen, was sie von anderen gelb blühenden Kreuzblütlern unterscheidet.
32 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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