Bild folgtKI-generierte IllustrationGlycine max
Auch bekannt als: Soja, Soyabohne, Sojabohnen
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Arten
interagieren
232
Interaktionen
dokumentiert
6
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Sojabohne einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren dreizähligen Blättern und den kleinen, schmetterlingsartigen Blüten ist sie eine spannende Bereicherung für den Gemüsegarten. Als Hülsenfrüchtler ist sie weit mehr als eine Nutzpflanze; sie dient als wertvolle Nektarquelle für spezialisierte Falter wie den Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma). Auch für die Bodenökologie ist sie ein Gewinn, da sie über ihre Wurzeln Stickstoff bindet und so die Fruchtbarkeit verbessert. Du kannst mit dieser Pflanze also sowohl für deine Küche als auch für die Artenvielfalt etwas Gutes tun. Trau dich ruhig an den Anbau – es ist einfacher, als man denkt.
Stickstoff-Kraftwerk und Nektarspender für den Komma-Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Schmetterlinge von der Sojabohne. Zu den Besuchern zählen der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) sowie die Arten Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae. Mit einem Nektarvolumen von 0,0544 Mikrolitern pro Blüte bietet sie eine wichtige energetische Ressource für Rüsselinsekten. Auch Nachtfalter wie der Windenschwärmer (Agrius convolvuli) und die Umbra-Sonneneule (Pyrrhia umbra) steuern die Blüten an. Sogar Vögel wie die Kanada-Gans (Branta canadensis) werden im Umfeld der Pflanzen gesichtet. Als Wirtspflanze unterstützt sie zudem Arten wie die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera).
Bitte beachte, dass die Sojabohne als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Samen und alle Pflanzenteile sind im rohen Zustand für Menschen und Haustiere unverträglich und sollten nur gegart verzehrt werden. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.035 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Nektar
0.0544 µl/Blüte
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze mindestens 6 Stunden direkte Sonne benötigt (Ellenberg Licht 8).
Boden: Ein frischer (mäßig feuchter) Standort ist ideal, um ein gesundes Wachstum zu gewährleisten.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanzen mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) benötigt sie normalen Gartenboden ohne übermäßige Düngung.
Temperatur: Achte auf einen geschützten, warmen Standort, da die Art wärmeliebend ist.
Pflanzzeit: Setze die Bohnen im Frühling von März bis Mai, sobald der Boden dauerhaft über 12 Grad warm ist.
Pflege: Halte das Beet gleichmäßig feucht, aber vermeide Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich).
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Boden unterstützt die Nährstoffaufnahme am besten.
Nach der Ernte: Belasse die Wurzeln im Boden, damit der gespeicherte Stickstoff für Folgepflanzen erhalten bleibt.
Gute Partnerin: Wilde Möhre (Daucus carota) — sie hat ähnliche Standortansprüche und fördert die Vielfalt der Schwebfliegen im Garten.
Die Sojabohne (Glycine max) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales). In Mitteleuropa kommt sie vor allem in landwirtschaftlich geprägten Gebieten und Gärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Als krautige Pflanze (nicht verholzend) zeichnet sie sich durch ihren aufrechten Wuchs und die charakteristische Ausbildung von Hülsenfrüchten aus. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit Knöllchenbakterien an den Wurzeln, die es der Pflanze ermöglicht, Luftstickstoff zu binden. Die Blütezeit ist mit Juni bis Juli relativ kurz, aber intensiv.
1 Video zu Sojabohne

13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
8 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →