Bild folgtKI-generierte IllustrationSolanum villosum agg.
Artengruppe
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
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Arten
interagieren
22
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Gelbbeerigen Nachtschatten an seinen auffälligen, namensgebenden gelben bis orangefarbenen Beeren und den typischen weißen Sternblüten mit der gelben Staubbeutelsäule. Diese Pflanze ist eine spannende Ergänzung für sonnige, nährstoffreiche Ecken in deinem Garten, wo sie als kleiner, aber robuster Lückenfüller dient. Als Neophyt (eine Pflanze, die nach 1492 bei uns eingeführt wurde) integriert sie sich gut in die moderne Gartenflora. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten für diese Artengruppe noch spärlich sind, bieten Nachtschattengewächse generell Nahrung für Generalisten unter den Insekten. Wenn du ein Herz für botanische Besonderheiten hast, ist dieser kompakte Gast genau richtig für dich.
Kompakter Sonnenanbeter mit leuchtend gelbem Fruchtschmuck für nährstoffreiche Böden
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Als Bewohner von nährstoffreichen Störstellen leistet der Gelbbeerige Nachtschatten einen Beitrag zur pflanzlichen Vielfalt im Garten. Er bietet Struktur in offenen Bodenbereichen, die für viele Kleinstlebewesen wichtig sind. Obwohl detaillierte Beziehungsdaten zu Insekten fehlen, sind die Blüten wichtige Anlaufstellen für Insekten, die auf Nachtschattengewächse spezialisiert sind. Die Samen sind mit 0,9227 mg extrem leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. In ökologisch geführten Gärten dient er als Pufferpflanze auf fetten Böden, wo er die Nährstoffe effizient bindet und nach dem Absterben wieder dem Kreislauf zuführt.
Die Pflanze ist giftig, da sie in den unreifen Beeren und im Kraut Alkaloide wie Solanin und Solasodin enthält. Bei einer Vergiftung durch Einnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. Für Haushalte mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren ist die Pflanze aufgrund der Vergiftungsgefahr nicht geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.243 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Ellenberg-Lichtwert 8 – wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht.
Boden: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (nährstoffbedürftig), arbeite daher vor der Pflanzung reichlich Kompost in die Erde ein.
Feuchtigkeit: Ellenberg-Feuchtezahl 4 – halte den Boden frisch (mäßig feucht), vermeide aber Staunässe.
Bodenbeschaffenheit: Er bevorzugt kalkhaltige / basische Böden (Reaktionszahl 7).
Pflanzzeit: Im Frühjahr von März bis Mai, sobald keine harten Fröste mehr drohen.
Wuchs: Mit 0,24 m Höhe braucht er wenig Platz; ein Pflanzabstand von 20-30 cm ist ideal.
Pflege: Da er einjährig oder kurzlebig ist, empfiehlt sich die Selbstaussaat zuzulassen, um den Bestand zu sichern.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – beide lieben sonnige, nährstoffreiche Standorte und die blauen Blüten der Wegwarte kontrastieren wunderbar mit den gelben Beeren.
Der Gelbbeerige Nachtschatten (Solanum villosum agg.) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Er besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohbodenflächen wie Schuttplätze oder Wegränder) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,24 m bleibt er eher niedrig und ist eine krautige, nicht verholzte Pflanze. Charakteristisch sind die breitblättrigen, oft behaarten Blätter, die ihn von seinen glatteren Verwandten unterscheiden. Seine Ausbreitung erfolgt über sehr leichte Samen, die durch Wind oder Tiere verteilt werden.
22 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →