Bild folgtKI-generierte IllustrationTaxus baccata
Auch bekannt als: Eibe, If, Gemeine Eibe, Europäische Eibe, Ziesbusch
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Arten
interagieren
94
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Gewöhnliche Eibe (Taxus baccata) an ihren weichen, tiefgrünen Nadeln und den auffälligen roten Samenmänteln, die im Herbst wie kleine Becher an den Zweigen leuchten. Sie ist ein unersetzlicher Rückzugsort für heimische Tiere und bietet Vögeln wie der Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und der Schwanzmeise (Aegithalos caudatus) sowohl Nahrung als auch Schutz. Sogar die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) nutzt das dichte Geäst gern als Versteck. Wenn du einen langlebigen und robusten Ruhepol für deinen Garten suchst, machst du mit diesem heimischen Nadelgehölz alles richtig.
Schattenkönigin und sicherer Hafen für Wacholderdrossel und Zaunkönig.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Eibe ein wahrer Magnet für die heimische Fauna. Vögel wie die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) fressen die roten Samenmäntel und sorgen so für die Verbreitung. Das dichte Nadelwerk bietet dem Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) und dem Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) geschützte Nistplätze und Verstecke vor Fressfeinden. Auch Säugetiere profitieren: Die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) nutzt die Eibe regelmäßig als Quartier. Durch ihren Status als Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Art) oder indigene Art ist sie perfekt in unsere Ökosysteme eingegliedert.
Die Gewöhnliche Eibe ist in fast allen Teilen hochgiftig und daher nicht kindersicher. Lediglich der rote Samenmantel ist ungiftig, der darin enthaltene Kern jedoch lebensgefährlich. Bei der Pflanzung in Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren ist daher besondere Vorsicht geboten. Eine Verwechslung mit der ungiftigen Weiß-Tanne (Abies alba) ist möglich, deren Nadeln jedoch zwei weiße Streifen auf der Unterseite aufweisen.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
13.3 m
Standort: Schatten bis Halbschatten. Die Eibe ist eine der schattentolerantesten Arten unserer Flora.
Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) benötigt sie normalen, humosen Gartenboden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; Staunässe mag sie hingegen nicht.
Pflanzzeit: Setze junge Eiben von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Sie ist extrem schnittverträglich und treibt selbst nach starkem Rückschnitt aus dem alten Holz wieder aus.
Vermehrung: In der Natur sorgen Vögel für die Aussaat, im Garten ist die Vermehrung über Stecklinge im Spätsommer möglich.
Kombination: Ein idealer Partner ist der Wald-Geißbart (Aruncus dioicus). Beide Arten bevorzugen schattige, frische Standorte und der Kontrast zwischen den feinen weißen Blütenrispen des Geißbarts und dem dunklen Eibengrün wirkt sehr harmonisch.
Die Gewöhnliche Eibe (Taxus baccata) ist ein indigenes (einheimisches) Gehölz, das in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet ist. In der Natur besiedelt sie bevorzugt schattige Laubmischwälder auf kalkhaltigen Böden. Morphologisch unterscheidet sie sich von anderen Nadelbäumen durch das Fehlen von Harzgängen und die Bildung fleischiger Samenmäntel statt verholzter Zapfen. Da sie auf der Vorwarnliste (V) der Roten Liste geführt wird, ist ihr Erhalt in der Gartenkultur für den Artenschutz besonders wertvoll.
1 Video zu Gewöhnliche Eibe

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
66 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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