Bild folgtKI-generierte IllustrationViburnum opulus
Auch bekannt als: Gemeiner Schneeball
20
Arten
interagieren
47
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Gewöhnlichen Schneeball (Viburnum opulus) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine großen, flachen Blütendolden mit dem auffällig weißen Kranz aus großen Scheinblüten sind im Frühsommer unverwechselbar. Dieser Strauch ist ein ökologisches Kraftpaket, da er als spezialisierte Kinderstube für Falter wie den Ligusterschwärmer (Sphinx ligustri) dient. Durch seine Robustheit und die leuchtend roten Früchte, die bis in den Winter hinein am Zweig haften, bietet er deinem Garten das ganze Jahr über Struktur. Er ist die ideale Wahl, wenn du eine heimische Alternative zu exotischen Ziergehölzen suchst. Mit diesem Strauch tust du aktiv etwas für die Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür.
Leuchtender Beerenschmuck und lebenswichtige Kinderstube für Schwärmer.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Strauch eine wertvolle Ressource für die Insektenwelt. Er dient als Raupenfutterpflanze für den Ligusterschwärmer (Sphinx ligustri), die Obstbaum-Rindeneule (Acronicta psi) sowie den Blütenspanner (Eupithecia exiguata). Auch die spezialisierte Spanner-Art Acasis viretata ist für ihre Entwicklung auf das Laub angewiesen. Während die Blüten von Mai bis Juli Nektar bieten, verwandeln sich die roten Beeren im Herbst und Winter in eine wichtige Nahrungsquelle für heimische Vögel. Da der Strauch zur heimischen Flora gehört, ist er perfekt in die lokalen Nahrungsketten integriert.
Der Gewöhnliche Schneeball ist nicht kindersicher. Die Beeren und die Rinde enthalten Giftstoffe, die bei Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. Eine Verwechslung mit dem Essbaren Holunder ist durch die ahornähnlich gelappten Blätter des Schneeballs nahezu ausgeschlossen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.81 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten mit frischem (mäßig feuchtem) Boden.
Bodenbeschaffenheit: Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) gedeiht er in normaler Gartenerde ohne zusätzliche Düngung.
Pflanzzeit: Setze den Strauch idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Feuchtigkeit: Achte darauf, dass der Boden nicht vollständig austrocknet, da die Art eine gewisse Grundfeuchte benötigt.
Pflege: Ein Verjüngungsschnitt kann im Spätwinter erfolgen, ist aber bei freistehenden Sträuchern kaum notwendig.
Vermehrung: Die Pflanze geht eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza - eine Lebensgemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen) ein, was ihre Vitalität stärkt.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Nachbarin ist der Rote Hartriegel (Cornus sanguinea). Beide teilen die Vorliebe für frische Böden und bilden zusammen ein dichtes, heimisches Schutzgehölz für Vögel.
Der Gewöhnliche Schneeball (Viburnum opulus) gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse (Adoxaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigen (einheimisch) weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst lichte Auenwälder und feuchte Gebüschränder. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet er sich durch drei- bis fünflappige, ahornähnliche Blätter und eine graue, im Alter längsrissige Rinde aus. Die markanten Randblüten der Dolden sind steril (unfruchtbar) und dienen ausschließlich dazu, Insekten den Weg zu den kleineren, fruchtbaren Blüten im Zentrum zu weisen.
1 Video zu Gewöhnlicher Schneeball

16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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