
Vicia cracca
Auch bekannt als: Vogelwicke, Vogel-Wicke, Gewöhnliche Vogel-Wicke
Artengruppe
24
Arten
interagieren
205
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Vogel-Wicke sofort an ihren einseitig hängenden, leuchtend blau-violetten Blütentrauben und den feinen gefiederten Blättern, die in einer verzweigten Ranke enden. In deinem Garten ist sie weit mehr als nur eine hübsche Kletterpflanze: Sie ist eine der wichtigsten Kinderstuben für spezialisierte Falter. Konkret profitieren Arten wie der seltene Senffalter oder der Gitterspanner (Chiasmia clathrata) von ihr als Raupennahrung. Wenn du einen Zaun oder eine sonnige Hecke hast, die ein wenig natürliche Wildheit vertragen kann, ist diese Wicke die perfekte Wahl für dich.
Blaues Blütenwunder und unverzichtbare Kinderstube für den Senffalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Diese Pflanze ist ein ökologisches Schwergewicht. Nach aktuellen Daten dient sie als unverzichtbare Raupenfutterpflanze für den Senffalter sowie die Randfleck-Wickeneule (Lygephila pastinum). Auch die Taumeleule und der Gitterspanner (Chiasmia clathrata) sind für ihre Entwicklung auf die Blätter der Vogel-Wicke angewiesen. Während der langen Blütezeit von April bis September bietet sie zudem zahlreichen Insekten eine verlässliche Energiequelle. Im Winter bieten die verbliebenen Hülsenfrüchte zudem Nahrung für heimische Vögel, die die proteinreichen Samen gerne aufpicken.
Achte darauf, dass die Vogel-Wicke nicht als kindersicher eingestuft wird. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Samen in den Hülsen, sind schwach giftig und können bei Verzehr Magen-Darm-Beschwerden auslösen. In einem Garten mit kleinen Kindern solltest du dies bei der Standortwahl berücksichtigen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.63 m
Die Vogel-Wicke ist erfreulich unkompliziert und stellt keine hohen Ansprüche. Hier sind meine Tipps für dich:
Standort: Sie liebt die volle Sonne, kommt aber auch im Halbschatten noch gut zurecht.
Boden: Ein normaler Gartenboden ist ideal. In der Fachsprache nennen wir sie Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf), sie braucht also keine zusätzliche Düngung.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, aber keine Staunässe bilden.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da sie Ausläufer bildet, braucht sie etwas Platz oder einen Zaun, an dem sie sich festhalten kann. Ein Rückschnitt der vertrockneten Triebe erfolgt am besten erst im späten Winter.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) ist eine ideale Nachbarin. Beide teilen sich den Lebensraum auf frischen Wiesen und die Margerite bietet der Wicke mit ihren stabilen Stängeln eine natürliche Kletterhilfe.
Die Vogel-Wicke (Vicia cracca) gehört zur Familie der Hülsenfruchtler (Fabaceae) und ist in ganz Mitteleuropa weit verbreitet. Du findest sie natürlicherweise an Wegrändern, in Hecken und auf frischen Wiesen. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch war oder eingeführt wurde) ist sie bestens an unsere Standorte angepasst. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre Kletterfähigkeit aus, wobei sie mit ihren Blattranken eine beachtliche Höhe erreichen kann, um ans Licht zu gelangen.
3 Videos zu Vogel-Wicke (Artengruppe)



Erhältlich bei Gartenexpedition.de
Partnerhinweis: Die verlinkten Produkte stammen von Gartenexpedition.de. Bei einem Kauf unterstützt du unsere Arbeit.
16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_360295215
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →