Bild folgtKI-generierte IllustrationViola tricolor subsp. curtisii
35
Arten
interagieren
45
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren zierlichen, meist gelblichen Blüten mit dem typischen Stiefmütterchen-Gesicht lässt sich die Dünen-Stiefmütterchen (Viola tricolor subsp. curtisii) sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist sie eine wertvolle Bereicherung, da sie als eine der verlässlichen Nektarquellen im Frühling dient. Besonders Schmetterlinge wie der Frühlings-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne) oder der Kleine Fuchs (Aglais urticae) steuern sie gerne an. Durch ihre Vorliebe für magere Böden hilft sie dir dabei, ökologische Nischen an trockenen Stellen zu besetzen. Wenn du ihr einen sonnigen, sandigen Platz gönnst, förderst du gezielt spezialisierte Arten deiner Region. Hast du schon ein sandiges Eckchen für diese kleine Überlebenskünstlerin reserviert?
Sand-Spezialistin mit Herz: Wichtige Futterpflanze für den Perlmutterfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Falter und Hummeln. Der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und der Frühlings-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne) besuchen die Blüten von April bis Juli intensiv, um Nektar zu sammeln. Auch die Westliche Kuckuckshummel (Bombus vestalis) profitiert von dem Angebot auf den ansonsten oft kargen Sandstandorten. Als Veilchenart ist sie zudem eine essenzielle Raupenfutterpflanze für verschiedene Perlmutterfalter-Arten, deren Nachwuchs auf genau diese Pflanzengattung angewiesen ist. Im Winter dienen die vertrockneten Stängel kleinen Insekten als geschütztes Quartier für die Überwinterung.
Bitte beachte, dass die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn einige Veilchenarten essbar sind, können die Inhaltsstoffe dieser speziellen Unterart bei Verzehr größerer Mengen Unwohlsein auslösen. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wildpflanzen besteht an ihren typischen sandigen Standorten kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.25 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht für ihre Entwicklung benötigt.
Der Boden sollte trocken und sehr mager (nährstoffarm) sein; ideal ist ein hoher Sandanteil.
Staunässe musst du unbedingt vermeiden, da die Wurzeln sonst faulen.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (eine nützliche Pilz-Wurzel-Symbiose) eingeht, verzichte bitte komplett auf Kunstdünger.
Gießen ist nur in der ersten Zeit nach der Pflanzung nötig, danach ist sie extrem trockenheitsresistent.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze im Sommer ruhig versamen.
Vermehren kannst du sie einfach, indem du die Samen an offenen Bodenstellen ausstreust.
Gute Partnerin: Das Echte Labkraut (Galium verum) – beide teilen die Vorliebe für trockene Sandböden und blühen zeitweise gemeinsam.
Diese Kombination schafft ein stabiles Kleinekosystem für sandliebende Insekten.
Die Dünen-Stiefmütterchen gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) und ist eine spezialisierte Unterart des Wilden Stiefmütterchens. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst die Küstenregionen und sandige Binnengebiete Mitteleuropas. Als Lebensraum bevorzugt sie Dünen oder Sandmagerrasen (nährstoffarme, sandige Grasflächen). Morphologisch zeichnet sie sich durch einen oft mehrjährigen, am Grund verholzenden Wuchs und schmale, leicht gekerbte Blätter aus, was sie perfekt an windige und trockene Standorte anpasst.
30 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →