Bild folgtKI-generierte IllustrationSinapis alba
Auch bekannt als: Weisser Senf, Gelbsenf
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Arten
interagieren
60
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Kaum zu übersehen: Mit seinen leuchtend gelben Blüten und den borstigen Blättern bringt der Weiße Senf (Sinapis alba) sonnige Akzente in dein Beet. Er wächst zügig auf genau 0.4 m heran und ist nach aktuellen Bestäubungsdaten ein echter Magnet für Wildbienen wie die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria). Ich schätze ihn besonders, weil er Lücken im Garten schnell füllt und gleichzeitig wertvollen Lebensraum schafft. Für deinen Naturgarten ist er ein unkomplizierter Begleiter, der wenig Arbeit macht und viel Nutzen bringt. Schau doch mal genau hin, ob du die Gelbbeinige Kielsandbiene (Andrena flavipes) an den Blüten entdeckst.
Gelbe Blütenpracht auf 0.4 m: Ein Festmahl für die Aschgraue Sandbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Weiße Senf eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Gelbbeinige Kielsandbiene (Andrena flavipes). Auch die Rübsenblattwespe (Athalia rosae), die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus maculatus) und die Wald-Lockensandbiene (Andrena fuscipes) fliegen die gelben Blüten gezielt an. Da die Pflanze NM (nicht-mykorrhizierend) ist, geht sie keine Symbiose mit Bodenpilzen ein, was sie zu einem autarken Pionier macht. Die leichten Samen dienen im Winter zudem als Nahrung für Vögel.
In der Datenbank wird der Weiße Senf als nicht kindersicher aufgeführt. Grund dafür sind die enthaltenen Senföle, die bei Hautkontakt oder bei Verzehr größerer Mengen Reizungen der Schleimhäute auslösen können. Achte daher besonders bei kleinen Kindern darauf, dass keine Pflanzenteile in den Mund gelangen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Nektarwert
2
Pollenwert
2
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.403 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Nektar
0.3734 µl/Blüte
Pollen
0.9533 mg/Blüte
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz; die Pflanze benötigt viel direktes Sonnenlicht für eine kräftige Blüte.
Ellenberg Feuchte 4: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, wobei kurzzeitige Trockenheit vertragen wird.
Ellenberg Nährstoffe 6: Als Mittelzehrer bevorzugt er einen Boden mit moderatem Nährstoffgehalt; normaler Gartenboden ist ideal.
Ellenberg Reaktion 7: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Böden mit hohem pH-Wert).
Pflanzzeit: Säe die Samen im Frühling zwischen März und Mai direkt an Ort und Stelle aus.
Wuchsform: Die Pflanze erreicht 0.4 m Höhe und bleibt krautig, sie bildet also kein Holz aus.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, da die Pflanze einjährig ist und nach der Samenreife im Herbst abstirbt.
Gute Partnerin: Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) passt ökologisch hervorragend, da sie ähnliche sonnige Pionierstandorte bevorzugt.
Der Weiße Senf (Sinapis alba) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt typischerweise Ruderalstellen (vom Menschen beeinflusste Rohbodenflächen) und Ackerflächen. Charakteristisch ist sein krautiger Wuchs ohne Verholzung und die breite Blattform. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.4 m. Aufgrund seines leichten Diasporengewichts (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von etwa 4,4 mg verbreitet er sich effektiv durch den Wind.
28 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →