Bild folgtKI-generierte IllustrationCakile maritima
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Arten
Du erkennst den Europäischen Meersenf (Cakile maritima) an seinen charakteristischen vierzähligen Blüten und den fleischigen, breiten Blättern, die typisch für Küstenbewohner sind. Trotz seiner geringen Wuchshöhe von nur 0,21 m ist er ein ökologisches Kraftpaket, das vor allem als Kinderstube dient. Die Pflanze ist die wichtigste Nahrungsgrundlage für die Raupen des Rapsweißlings (Pieris napi). Wenn du ihm ein sonniges Plätzchen schenkst, holst du dir einen echten Spezialisten in den Garten, der auch im Spätsommer noch wertvolle Akzente setzt. Schau doch mal genau hin, ob du die Raupen an den Blättern entdeckst – so einfach wird dein Garten zum Naturschutzprojekt.
Überlebenskünstler der Küste: Die wichtigste Kinderstube für den Rapsweißling.
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Nach aktuellen ökologischen Daten ist der Europäische Meersenf (Cakile maritima) eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für den Rapsweißling (Pieris napi). Durch seine späte Blütezeit von Juli bis Oktober schließt er eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot für Bestäuber im Spätsommer. Die Samen haben ein Diasporengewicht (Samengewicht) von 12,1907 mg, was sie zu eher schweren Samen macht, die oft durch Tiere oder Wind über kurze Distanzen verbreitet werden. In den Wintermonaten dienen die Samenreife-Stände als Nahrung für heimische Singvögel. Mit einer Blattfläche von 763,83 mm² bietet er zudem ausreichend Biomasse für die Entwicklung spezialisierter Insektenlarven.
Der Europäische Meersenf (Cakile maritima) ist als nicht kindersicher eingestuft. Da er vorwiegend in naturnahen Gartenbereichen oder Steingärten eingesetzt wird, sollte man bei Haushalten mit kleinen Kindern auf eine bewusste Platzierung achten. Spezifische Giftnotruf-Daten liegen nicht vor, dennoch ist beim Umgang allgemeine Vorsicht ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.214 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 9: Wähle einen vollsonnigen Standort, am besten einen Platz mit mindestens sechs bis acht Stunden direkter Sonne.
Ellenberg Feuchte 6: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; achte darauf, dass die Erde nie ganz austrocknet.
Ellenberg Nährstoffe 8: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt er einen sehr nährstoffreichen, fetten Boden.
Ellenberg Reaktion 8: Der Untergrund muss kalkhaltig oder basisch (hoher pH-Wert, nicht sauer) sein.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr zwischen April und Mai, sobald keine Dauerfröste mehr drohen.
Wuchshöhe einplanen: Da er nur 0,21 m hoch wird, ist er ideal für den Beetvordergrund geeignet.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze einjährig wächst und sich über Samen regeneriert.
Gute Partnerin: Die Strand-Grasnelke (Armeria maritima) passt hervorragend, da sie ähnliche sonnige Standorte besiedelt und das Küstenflair ergänzt.
Der Europäische Meersenf (Cakile maritima) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind die Spülsäume der Küsten, er gedeidert aber auch im Binnenland auf passenden Böden. Er wächst als krautige Pflanze, die nicht verholzt, und bleibt mit einer Höhe von genau 0,21 m eher bodennah. Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) oder indigen (einheimisch) ist er fest in unserer Flora verwurzelt. Seine breiten Blätter (Breitblättrig) sind eine Anpassung an extreme Standorte.
1 Video zu Europäischer Meersenf

29 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →