Bild folgtKI-generierte IllustrationHelianthemum apenninum
Auch bekannt als: Cistus apenninus
31
Arten
interagieren
108
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Apenninen-Sonnenröschen an seinen strahlend weißen Blüten mit der leuchtend gelben Mitte und dem polsterartigen, niedrigen Wuchs. Dieses Juwel ist perfekt für sonnige, trockene Gartenbereiche und steht als gefährdete Art bereits auf der Roten Liste. Besonders die seltene Große Salbei-Schmalbiene (Lasioglossum costulatum) und die Vierfleck-Pelzbiene (Anthophora quadrimaculata) sind auf solche heimischen Spezialisten angewiesen. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück unberührte Natur direkt an deine Terrasse. Schau doch mal genau hin, wenn sich die Blüten im Frühling öffnen – es lohnt sich wirklich.
Gefährdeter Naturschatz: Ein weißes Blütenmeer für seltene Pelzbienen.
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Dieses Sonnenröschen ist eine wertvolle Futterquelle für spezialisierte Wildbienen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen insbesondere die Große Salbei-Schmalbiene (Lasioglossum costulatum) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) auf den nahrhaften Pollen. Auch die Vierfleck-Pelzbiene (Anthophora quadrimaculata) lässt sich regelmäßig an den Blüten beobachten. Neben den Bienen profitieren verschiedene Käferarten wie der Halskäfer (Leptura livida) von dem Angebot. Da die Pflanze oft schon im April blüht, bietet sie Nahrung in einer Zeit, in der das Angebot auf vielen Flächen noch knapp ist. Durch ihren dichten Wuchs schützt sie zudem den Boden vor Austrocknung.
Bitte beachte, dass das Apenninen-Sonnenröschen nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn es keine hochgiftige Pflanze ist, sollten Teile davon nicht verzehrt werden. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern in unserer Region. Bei Haushalten mit kleinen Kindern empfiehlt sich ein Standort im hinteren Bereich des Beetes.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Halbverholzt
Pflanzenhöhe
0.15 m
Wähle einen Standort in der vollen Sonne, damit die Pflanze reich blüht.
Der Boden muss mager und sehr durchlässig sein; das Sonnenröschen ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf).
Schwere Lehmböden solltest du mit viel Sand oder Kalkschotter abmagern.
Die beste Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Gießen ist nur in der Anwachsphase nötig, danach kommt die Art bestens mit Trockenheit zurecht.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen) bildet, verzichte unbedingt auf Kunstdünger.
Ein leichter Rückschnitt nach der Blüte im Juni fördert die Kompaktheit.
Im Winter ist bei Kahlfrost (Frost ohne schützende Schneedecke) eine leichte Abdeckung mit Reisig ratsam.
Gute Partnerin: Der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria) – beide teilen die Vorliebe für kalkhaltige, sonnige Standorte und fördern gemeinsam die Artenvielfalt.
Das Apenninen-Sonnenröschen gehört zur Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae) und ist in den Kalkgebieten Mitteleuropas heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Felsfluren. Botanisch handelt es sich um einen wintergrünen Zwergstrauch, dessen schmale Blätter durch eine feine Behaarung vor Verdunstung geschützt sind. Da die Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz gefährdet ist (Rote Liste 3), kommt ihrer Ansiedlung im Garten eine besondere Schutzfunktion zu.
1 Video zu Apenninen-Sonnenröschen

30 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →