
Iris pseudacorus
Auch bekannt als: Gelbe Schwertlilie, Sumpf-Schwertlilie, Sumpfschwertlilie, iris jaune
37
Arten
interagieren
75
Interaktionen
dokumentiert
10
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Wasser-Schwertlilie durch ihre leuchtend gelben Blüten mit der charakteristischen dreiteiligen Form und ihre aufrechten, schwertförmigen Blätter auf. In deinem Garten ist sie das Rückgrat für jede Teichzone oder dauerfeuchte Senke, da sie als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) aktiv zur Wasserreinigung beiträgt. Sie ist eine unverzichtbare Kinderstube für spezialisierte Nachtfalter wie die Chi-Eule (Antitype chi) und bietet Bestäubern wie der seltenen Feldhummel (Bombus ruderatus) eine verlässliche Energiequelle. Wenn du nasse Füße im Beet hast, ist diese robuste Heimische genau die richtige Wahl für dich.
Goldgelber Uferwächter: 0,79 m pure Lebenskraft für seltene Hummeln und Falter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine essenzielle Raupenfutterpflanze für mehrere Nachtfalter, darunter die Fahlgelbe Moderholzeule (Xylena solidaginis), die Erbseneule (Lacanobia oleracea) und die Fieberklee-Sumpfeule (Acronicta menyanthidis). Die großen, auffälligen Blüten locken gezielt kräftige Bestäuber wie die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Feldhummel (Bombus ruderatus) an. Auch spezialisierte Insekten wie der Frühlingsgroßweber und verschiedene Punktkäfer nutzen die Pflanze als Lebensraum. Ihre schweren Samen (47,45 mg) dienen nach der Reife als Nahrung für verschiedene Tierarten der Uferzone.
Die Wasser-Schwertlilie wird als nicht kindersicher eingestuft, da alle Pflanzenteile, insbesondere der Wurzelstock, Stoffe enthalten, die zu Hautreizungen oder Vergiftungserscheinungen führen können. Achte beim Pflanzen auf Handschuhe und halte Haustiere fern. Im Ernstfall kontaktiere den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
2
Pollenwert
2
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.787 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen sonnigen Standort (Ellenberg Licht 7), um eine reiche Blüte zu fördern.
Achte auf eine dauerhafte Feuchtigkeit, ideal ist ein nasser bis zeitweise überfluteter Boden (Feuchtezahl 9).
Da sie ein Starkzehrer (Nährstoffgehalt 7) ist, gedeiht sie am besten in fetten, humosen Böden.
Die optimale Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Beachte bei der Standortwahl die fixe Wuchshöhe von genau 0,79 m, um Sichtachsen nicht zu versperren.
Eine Vermehrung ist durch Teilung des Wurzelstocks nach der Blüte oder durch die Aussaat der schweren Samen möglich.
Schneide die verblühten Stängel erst im Spätwinter zurück, um die hohlen Halme als Winterquartier zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – sie besiedelt die gleiche feuchte Nische und sorgt bereits vor der Schwertlilie für leuchtendes Gelb am Wasser.
Die Wasser-Schwertlilie (Iris pseudacorus) gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) und ist in ganz Mitteleuropa indigen (ursprünglich einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind Röhrichte, Erlenbrüche und die Uferbereiche stehender oder langsam fließender Gewässer. Botanisch auffällig ist ihr kräftiges Rhizom (ein waagerecht wachsender Wurzelstock), aus dem die flach-schwertförmigen Blätter entspringen. Mit einer beachtlichen Blattfläche von über 20.000 mm² reguliert sie effektiv den Gasaustausch und die Verdunstung an ihrem Standort.
1 Video zu Sumpfschwertlilie

24 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Copyright Verena Matthew 2024 / Adobe Stock / AdobeStock_810055954
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →