Bild folgtKI-generierte IllustrationLepidium draba
Auch bekannt als: Cardaria draba
42
Arten
interagieren
73
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An den dichten, schneeweißen Blütendolden lässt sich die Pfeil-Kresse (Lepidium draba) sofort erkennen, die im Frühsommer wie helle Farbtupfer in deinem Garten leuchtet. Für Naturliebhaber ist sie ein echter Gewinn, da sie dem Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) als wichtige Kinderstube dient – seine Raupen fressen bevorzugt an den pfeilförmigen Blättern. Auch Wildbienen wie die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) nutzen sie als verlässliche Futterquelle. Wenn du sonnige, eher trockene Ecken im Garten hast, die wenig Arbeit machen sollen, ist diese robuste Pflanze genau die richtige Wahl für dich. Sie bringt Leben in den Garten und ist dabei völlig unkompliziert.
Wichtige Kinderstube für den Kleinen Kohlweißling und Magnet für Wildbienen.
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Diese Pflanze fördert Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren — nachgewiesen durch Interaktionsdaten.
Datengrundlage: GloBI · GBIF-Traits · Biologische Relationen (CC BY 4.0)
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pfeil-Kresse eine wertvolle Ressource für die lokale Insektenwelt. Besonders hervorzuheben ist ihre Rolle als Raupenfutterpflanze für den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae). Während der Blütezeit im Mai und Juni zieht sie zudem die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) sowie die Mondfleck-Schwebfliege an. Auch verschiedene Punktkäfer nutzen die dichten Blütenstände als Lebensraum und Nahrungsquelle. Da die Pflanze als ausdauerndes Kraut wächst, bietet sie über das Jahr hinweg eine stabile Struktur für viele Kleintiere in deinem Naturgarten.
Bitte beachte bei der Standortwahl, dass die Pfeil-Kresse als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du sie daher in Bereiche pflanzen, die nicht unmittelbar zum Spielen genutzt werden. Ansonsten ist sie eine unproblematische Bereicherung für deine Beete.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.504 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Lichtwert 8: Wähle einen vollsonnigen Standort, an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht bekommt.
Ellenberg Feuchte 4: Der Boden sollte frisch bis mäßig feucht sein; längere Trockenphasen im Sommer verträgt die Pflanze jedoch sehr gut.
Bodenbeschaffenheit: Als Mittelzehrer bevorzugt sie normalen Gartenboden, der idealerweise kalkhaltig (basisch) sein sollte.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Pflege: Die Pfeil-Kresse ist pflegeleicht; ein Rückschnitt nach der Blüte im Juni verhindert eine zu starke Selbstaussaat.
Winter: Lass die verblühten Stängel über den Winter stehen, um Insekten einen Unterschlupf zu bieten.
Gute Partnerin: Die Färber-Resede (Reseda luteola) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen sonnigen, kalkreichen Bedingungen schätzt und den ökologischen Wert deines Beetes steigert.
Die Pfeil-Kresse gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und wird botanisch der Gattung Lepidium zugeordnet. Sie gilt in Deutschland und Österreich als Neophyt (eine Pflanzenart, die nach 1492 eingeführt wurde), hat sich aber fest in der heimischen Flora etabliert. Ihr natürlicher Lebensraum sind sonnige Ruderalstandorte (vom Menschen beeinflusste, oft kiesige Flächen) und Wegränder auf kalkhaltigen Böden. Charakteristisch ist ihr Wuchs als ausdauernde, krautige Pflanze mit markanten Blättern, die den Stängel am Grund pfeilförmig umschließen, was ihr auch ihren deutschen Namen eingebracht hat.
2 Videos zu Pfeil-Kresse


34 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →