Bild folgtKI-generierte IllustrationLonicera xylosteum
Auch bekannt als: Gemeine Heckenkirsche
58
Arten
interagieren
71
Interaktionen
dokumentiert
13
Wirtsbeziehungen
Arten
Die Rote Heckenkirsche erkennst du sofort an ihren cremeweißen Blütenpaaren, die im Frühjahr stets zu zweit aus den Blattachseln wachsen, und den mattgrünen, weich behaarten Blättern. Sie ist ein unverzichtbarer Lebensraum im Naturgarten, da sie spezialisierten Insekten wie dem Schlehenspanner (Angerona prunaria) als Futterpflanze dient. Auch der prachtvolle Käfer Agrilus cyanescens ist auf diesen Strauch angewiesen. Wenn du einen Platz im Halbschatten hast und Vögeln sowie Insekten etwas Gutes tun willst, ist dieser Strauch eine hervorragende Wahl für deine Gartenhecke. Mit dieser heimischen Wildart förderst du die Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür.
Vogelbuffet und Raupenwiege: Der ideale Strauch für naturnahe Schattenplätze.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist dieser Strauch eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Vogelarten. Die Beeren werden im Spätsommer und Herbst besonders gerne von der Wacholderdrossel (Turdus pilaris), dem Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) und dem Kleiber (Sitta europaea) gefressen. Für die Insektenwelt ist sie ebenfalls von Bedeutung: Die Raupen des Schlehenspanners (Angerona prunaria) nutzen die Blätter als Nahrung. Zudem besiedelt der spezialisierte Prachtkäfer Agrilus cyanescens das Holz. Da die Blütezeit bereits im April beginnt, bietet sie ein frühes Nahrungsangebot in der Phase, in der viele Insekten aus der Winterstarre erwachen.
Die Rote Heckenkirsche ist als nicht kindersicher eingestuft. Die auffälligen roten Doppelbeeren sind für Menschen giftig und dürfen auf keinen Fall verzehrt werden. In Gärten mit kleinen Kindern ist daher Vorsicht geboten oder auf eine Pflanzung zu verzichten.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.92 m
Standort: Bevorzuge einen Platz im Halbschatten, da dies ihrem natürlichen Waldrandcharakter entspricht.
Boden: Ein frischer (mäßig feuchter) und normaler Boden ist ideal. Sie gilt als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf), braucht also keine Starkdüngung.
Pflanzzeit: Setze den Strauch am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Pfage: Die Art ist sehr pflegeleicht. Ein Rückschnitt ist kaum nötig, kann aber bei Bedarf im Spätwinter erfolgen.
Mykorrhiza: Sie geht eine Symbiose mit AM-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) ein, was die Nährstoffaufnahme verbessert.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca). Beide teilen den Standortanspruch an frische, halbschattige Bereiche und die Erdbeere bildet einen schönen Bodenteppich unter dem Strauch.
Die Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und zur Ordnung der Kardenartigen. Sie ist in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt dort natürlicherweise lichte Laubmischwälder und Waldränder. Der Strauch wächst aufrecht und erreicht Höhen von bis zu drei Metern, wobei die Zweige im Alter hohl werden. Ein typisches Merkmal sind die beerenartigen Doppelfrüchte, die im Spätsommer leuchtend rot erscheinen, aber für Menschen ungenießbar sind.
1 Video zu Rote Heckenkirsche

9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
36 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →