Bild folgtKI-generierte IllustrationLotus pedunculatus
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dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die leuchtend gelben Schmetterlingsblüten stehen in doldigen Köpfen zusammen und sind oft rötlich überlaufen. In deinem Naturgarten ist er eine tragende Säule für die Artenvielfalt, da er als Raupenfutter für spezialisierte Falter wie den Senffalter (Leptidea sinapis) dient. Auch die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) schätzt ihn als wichtige Energiequelle. Wenn du eine feuchte Ecke oder einen Teichrand hast, machst du mit dieser heimischen Wildpflanze alles richtig. Er ist robust und bringt Farbe in Bereiche, die für andere Pflanzen zu nass sind.
Unverzichtbare Futterpflanze für den Senffalter an deinem sonnigen Teichrand.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Sumpf-Hornklee eine wertvolle Ressource für die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Erdhummel (Bombus terrestris). Auch die Honigbiene (Apis mellifera) fliegt die Blüten im August gezielt an. Besonders hervorzuheben ist seine Rolle als Raupenfutterpflanze: Er sichert das Überleben des Hauhechel-Bläulings (Polyommatus icarus), des Senffalters (Leptidea sinapis) und des Kryptischen Tintenflecks (Leptidea reali). Zudem nutzen die Moor-Primeleule (Orthosia gracilis) und der Braunkolbige Klämmerfalter (Siona lineata) die Pflanze zur Aufzucht ihrer Nachkommen.
Der Sumpf-Hornklee wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher geführt. Er sollte daher nicht verzehrt werden und ist für Spielbereiche von Kindern ungeeignet. Eine Verwechslung mit dem Gewöhnlichen Hornklee (Lotus corniculatus) ist möglich, dieser hat jedoch einen markig-gefüllten und keinen hohlen Stängel.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Aug – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.38 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Die Pflanze benötigt feuchte Erde; sie eignet sich hervorragend für den Rand von Gartenteichen oder in Sumpfbeeten.
Bodenqualität: Als Mittelzehrer kommt sie mit normalem Gartenboden ohne zusätzliche Düngung gut zurecht.
Pflanzzeit: Setze den Sumpf-Hornklee idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden frostfrei ist.
Pflege: Die Pflanze ist pflegeleicht und benötigt keinen regelmäßigen Rückschnitt.
Vermehrung: Er breitet sich an zusagenden Standorten moderat selbst aus.
Wichtiger Hinweis: Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb sie nicht in direkter Reichweite von Kleinkindern stehen sollte.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides). Beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Füße und sonnige Standorte, was sie zu einer ökologisch stabilen Gemeinschaft am Teichrand macht.
Der Sumpf-Hornklee gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Er besiedelt bevorzugt feuchte Standorte wie Sumpfwiesen und Bachufer. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal gegenüber verwandten Arten ist sein hohler Stängel. Er geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM - eine Symbiose mit Bodenpilzen zur besseren Nährstoffaufnahme) ein und ist als Mittelzehrer auf Standorte mit normalem Nährstoffgehalt angewiesen.
3 Videos zu Sumpf-Hornklee



30 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →