
Mustela putorius
Auch bekannt als: Europäischer Waldiltis, Iltis, Waldiltis, Waldiltis
Du erkennst den Europäischen Waldiltis an seinem dunklen Fell mit der hell durchscheinenden Unterwolle und dem markanten hellen Gesichtsbereich, der wie eine Maske wirkt. Als geschickter Vertreter der Raubtiere (Carnivora) jagt er sowohl am Boden als auch im Wasser, wobei er ein ausdauernder Verfolger ist. Auf seinem Speiseplan stehen zahlreiche Vögel wie der Rotschenkel (*Tringa totanus*), die Moorente (*Aythya nyroca*) und die Rostgans (*Tadorna ferruginea*). Auch größere Arten wie die Graugans (*Anser anser*), die Saatgans (*Anser fabalis*) und die Weißwangengans (*Branta leucopsis*) werden von ihm erbeutet. Er bewohnt bevorzugt Wälder und Gewässerränder, ist aber auch in Siedlungsräumen anzutreffen. Der Iltis ist vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und hält keinen Winterschlaf, sondern bleibt das ganze Jahr über auf der Jagd. In deinem Garten kannst du ihn unterstützen, indem du Rückzugsorte wie Stein- oder Holzhaufen schaffst. Zu seinen Beutetieren gehören zudem der Meerstrandläufer (*Calidris maritima*) und der Zwergsäger (*Mergellus albellus*). Er leistet einen wichtigen Beitrag zum Ökosystem, indem er die Bestände seiner Beutetiere auf natürliche Weise reguliert.
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Die Art ist im FFH-Anhang V gelistet, einer europäischen Richtlinie zur Erhaltung natürlicher Lebensräume. Bei Begegnungen verhält sich der Iltis scheu und flüchtet meist sofort. Eine Verwechslung ist mit dem domestizierten Frettchen möglich, das jedoch oft ein helleres Fell aufweist.
Der Europäische Waldiltis gehört zur Familie der Marderartigen (*Mustelidae*) innerhalb der Ordnung der Raubtiere (*Carnivora*). Er ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in Belgien heimisch. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von 30 bis 45 Zentimetern, wobei Männchen deutlich kräftiger sind als Weibchen. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Marderarten ist die dunkle Gesichtsmaske, die sich scharf vom hellen Fell an den Ohren und der Schnauze abhebt.
50 dokumentierte Beutetiere und Nahrungsquellen (GloBI)
Quelle: Global Biotic Interactions (GloBI) — Poelen et al. (2014), CC BY
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF — Occurrence data via GBIF Backbone Taxonomy
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_211242263
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