
Nepeta cataria
Auch bekannt als: Katzenminze, Gewöhnliche Katzenminze
36
Arten
interagieren
64
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Echte Katzenminze (Nepeta cataria) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre aufrechten Stängel tragen im Hochsommer dichte Scheinquirle aus weißlichen Lippenblüten, die oft zart violett punktiert sind. Diese Staude ist für deinen Naturgarten besonders wertvoll, da sie als gefährdete Art der Roten Liste 3 (gefährdet) gilt und gezielt Insekten wie die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) fördert. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) finden hier im August wichtige Nahrung. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die ökologische Verantwortung mit historischem Charme verbindet, ist sie die ideale Wahl. Du wirst schnell merken, wie dieses lebendige Summen dein Gartenbeet bereichert.
Gefährdete Schönheit: Die August-Tankstelle für die Bindensandbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Echte Katzenminze eine zentrale Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten im Spätsommer. Besonders die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) und die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris) profitieren von dem Angebot im August. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzen die Blüten als Tankstelle. Bemerkenswert ist zudem der Besuch von Feldwespen (Polistes), die im Garten zur natürlichen Schädlingsregulierung beitragen. Da die Art auf der Roten Liste 3 (gefährdet) geführt wird, leistet jeder Bestand in Privatgärten einen aktiven Beitrag zum Artenschutz und zur Vernetzung lokaler Populationen.
Die Echte Katzenminze wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle mit heimischen Lippenblütlern dieser Gattung bekannt sind, sollten Kleinkinder beim Kontakt beaufsichtigt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht aufgrund des spezifischen Dufts und der typischen Blütenform kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.62 m
Pflanze die Katzenminze an einen Standort in voller Sonne, damit sie ihre volle Wirkkraft entfaltet.
Der Boden sollte ein Starkzehrer-Substrat sein, also ein besonders nährstoffreicher und „fetter“ Boden.
Achte darauf, dass die Erde frisch (mäßig feucht) bleibt; die Pflanze verträgt keine extreme Trockenheit.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Als Starkzehrer freut sie sich im Frühjahr über eine Gabe reifen Kompost.
Aufgrund der AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) solltest du auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten.
Da die Blütezeit im Monat August liegt, ist eine gute Wasserversorgung im Hochsommer entscheidend.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Schneide die Triebe erst im späten Winter zurück, um die Struktur im Garten zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Echte Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen den Wunsch nach sonnigen, nährstoffreichen Plätzen und ergänzen sich ökologisch hervorragend.
Die Echte Katzenminze (Nepeta cataria) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Pflanzenart) weit verbreitet. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren vierkantigen Stängel und die herzförmig gezähnten Blätter aus, die einen charakteristischen Duft verströmen. Eine Besonderheit ist ihre Lebensweise mit der AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen zur verbesserten Nährstoffaufnahme).
33 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1927212242
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