Bild folgtKI-generierte IllustrationPlagodis dolabraria (Linnaeus, 1767)
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An seinem ungewöhnlichen Muster, das wie fein gehobeltes Holz wirkt, lässt sich der Hobelspanner (Plagodis dolabraria) sofort erkennen. Dieser Nachtfalter erreicht eine Flügelspannweite von etwa 28 bis 32 Millimetern und zeigt eine markante violett-braune Färbung am hinteren Rand der Vorderflügel. In unseren Gärten bildet das Tier meist eine Generation aus, die vor allem im Mai und Juni aktiv ist. Das Weibchen legt seine Eier einzeln an die Blätter heimischer Laubbäume ab. Während der ausgewachsene Falter kaum Nahrung aufnimmt, sind seine Raupen auf frisches Grün angewiesen. Sie fressen bevorzugt an der Stiel-Eiche (Quercus robur), der Gewöhnlichen Buche (Fagus sylvatica) oder der Moor-Birke (Betula pubescens). Die Raupen sind wahre Tarnkünstler und ähneln in ihrer Form und Farbe kleinen, vertrockneten Zweigen. Den Winter überdauert der Hobelspanner als Puppe sicher im Erdboden vergraben. Du kannst diese Art gezielt fördern, indem du heimische Gehölze wie die Winter-Linde (Tilia cordata) oder die Gewöhnliche Vogelbeere (Sorbus aucuparia) in deinen Garten pflanzt. Wenn du das herbstliche Laub unter den Bäumen liegen lässt, schützt du die empfindlichen Puppen im Boden vor Frost. Als dein Nachbar und Biologe kann ich dir versichern, dass dieser unaufdringliche Gast eine Bereicherung für jeden Naturgarten ist.
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Dieser Falter ist für Menschen und Haustiere völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Er besitzt keinen Stachel, beißt nicht und gilt nicht als Forstschädling, da die Raupen nur vereinzelt auftreten. Du kannst das Tier also bedenkenlos beobachten oder vorsichtig umsetzen, sollte es sich einmal in dein Haus verirrt haben.
Der Hobelspanner (Plagodis dolabraria) gehört zur Familie der Spanner (Geometridae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich und die Schweiz, wo er vor allem in lichten Laubwäldern und parkähnlichen Gärten vorkommt. Die Art ist dämmerungs- und nachtaktiv und zeichnet sich durch eine Ruheposition mit flach ausgebreiteten Flügeln aus, was eine perfekte Tarnung auf Baumrinde ermöglicht. Die Larven leben phytophag (pflanzenfressend) an einer breiten Palette heimischer Laubgehölze. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Spannern ist das feine Linienmuster, das quer über die Flügel verläuft und an eine Holzmaserung erinnert.
10 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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