
Sorbus aucuparia
Auch bekannt als: Vogelbeerbaum, Krametsbeere, Drosselbeere, Quitsche, sorbier des oiseleurs, Eberesche, Vogelbeere, Drosselbeerbaum, Krametsbeerbaum
179
Arten
interagieren
227
Interaktionen
dokumentiert
67
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Gewöhnliche Vogelbeere (Sorbus aucuparia) durch ihre leuchtend roten Fruchtdolden und die zart gefiederten Blätter auf. Dieser heimische Baum ist ein wahrer ökologischer Ankerpunkt in deinem Garten, der weit mehr als nur Zierwert bietet. Er dient als lebenswichtige Raupenfutterpflanze für den Braunen Bär (Arctia caja) und lockt Bestäuber wie die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) an. Nach der Blüte verwandelt er sich im Herbst in eine wertvolle Futterquelle für zahlreiche heimische Vögel. Wenn du Leben in deinen Garten bringen und gleichzeitig ein robustes Gehölz pflegen möchtest, liegst du mit diesem Baum genau richtig. Du wirst staunen, wie viele Gäste sich bald bei dir einfinden.
Das Buffet ist eröffnet: Ein Paradies für Brauner Bär und Aschgraue Sandbiene.
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Die ökologische Bedeutung der Vogelbeere ist beachtlich, da sie eine Vielzahl von Tierarten unterstützt. Als Raupenfutterpflanze ist sie essenziell für Arten wie den Gelbgestreiften Erlen-Spanner und den Braunen Bär (Arctia caja). Auch Spezialisten wie der Graue Herbst-Labkrautspanner und Lacanobia contigua nutzen sie als Kinderstube. Während der Blütezeit profitieren Bestäuber wie die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) vom Angebot. Selbst selteneren Arten wie dem Goldgruben-Eichenprachtkäfer bietet sie einen Lebensraum. Im Winter sind die stehengelassenen Früchte eine der wichtigsten Energiequellen für heimische Singvögel.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
3 m
Wähle für die Vogelbeere einen Standort im Halbschatten, dort gedeiht sie am besten.
Der Boden sollte „frisch“ sein, was bedeutet, dass er eine gleichmäßige Grundfeuchte aufweist und nie ganz austrocknet.
Da sie ein Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) ist, reicht normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben völlig aus.
Die ideale Pflanzzeit liegt entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte beim Einpflanzen darauf, das Pflanzloch doppelt so groß wie den Wurzelballen auszuheben.
In den ersten Wochen nach der Pflanzung solltest du bei Trockenheit regelmäßig gießen, damit sie sicher anwächst.
Ein Rückschnitt ist bei diesem Gehölz meist nicht erforderlich, da es von Natur aus eine harmonische Krone bildet.
Die Vermehrung kann im Herbst durch die Aussaat der Samen erfolgen, die jedoch eine Kältephase zum Keimen benötigen.
Eine gute Partnerin für eine ökologische Hecke ist die Hainbuche (Carpinus betulus).
Beide Arten teilen sich ähnliche Standortansprüche und bilden zusammen einen blickdichten, wertvollen Lebensraum für Gartentiere.
Die Gewöhnliche Vogelbeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist als indigene (einheimische) Art in ganz Mitteleuropa verbreitet. Man findet sie in der freien Natur vor allem an Waldrändern oder in lichten Hecken auf frischen, also mäßig feuchten Böden. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren meist mehrstämmigen Wuchs und die sommergrünen, unpaarig gefiederten Blätter aus. Die weißen Schirmrispen erscheinen im späten Frühjahr und entwickeln sich bis zum Spätsommer zu den charakteristischen Apfelfrüchten. Trotz ihres weiten Verbreitungsgebiets ist sie ökologisch hochspezialisiert und an wechselnde Klimabedingungen gut angepasst.
2 Videos zu Gewöhnliche Vogelbeere


29 Arten interagieren mit dieser Pflanze
67 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
83 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_156730139
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