Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla verna agg.
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Arten
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Kaum zu übersehen: Das Frühlings-Fingerkraut bildet im zeitigen Frühjahr leuchtend gelbe Teppiche aus schalenförmigen Blüten und handförmig geteilten Blättern, die an Erdbeeren erinnern. Da es oft schon ab März blüht, ist es eine unverzichtbare erste Nahrungsquelle für spezialisierte Wildbienen wie die Fingerkraut-Zwergsandbiene (Andrena nanula) oder die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria). Für deinen Naturgarten ist dieser niedrige Bodendecker ein echtes Juwel auf trockenen, sonnigen Flächen. Da die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, machst du mit ihrer Ansiedlung alles richtig, um ein Stück bedrohter Natur vor der Haustür zu bewahren.
Goldgelber Frühlingsbote und wichtiger Rettungsanker für seltene Sandbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Frühlings-Fingerkraut eine vitale Ressource für früh im Jahr aktive Insekten. Besonders die Fingerkraut-Zwergsandbiene (Andrena nanula) ist auf diese Gattung angewiesen. Auch die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) nutzen das Angebot an Nektar und Pollen intensiv. Da die Pflanze dichte Matten bildet, bietet sie zudem kleinen Laufkäfern und Spinnen Schutz. Im Winter dienen die am Boden verbleibenden Pflanzenteile als Rückzugsort für Überwinterungsgäste, während die Samen eine bescheidene, aber wertvolle Nahrungsergänzung für bodenfressende Vögel darstellen.
Das Frühlings-Fingerkraut ist als vollkommen ungiftig eingestuft und stellt keine Gefahr für Kinder oder Haustiere dar. Es gibt keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern in unseren Breitengraden. Da die Pflanze keine Dornen oder scharfen Kanten besitzt, ist sie auch in Bereichen mit Barfußgang völlig unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz, idealerweise mit mindestens 6 bis 8 Stunden direkter Sonne pro Tag.
Boden: Der Boden muss mager (nährstoffarm) sein; bei fettem Gartenboden solltest du Sand oder Kies untermischen, um ihn abzumagern.
Feuchtigkeit: Die Pflanze liebt es trocken; gießen ist nur in extremen Hitzeperioden bei Neupflanzungen nötig.
Bodenreaktion: Ein kalkhaltiger oder basischer Untergrund (pH-Wert über 7) wird bevorzugt.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 20 bis 25 Zentimeter Abstand, da die Pflanze durch Ausläufer in die Breite geht.
Pflege: Keinen Dünger verwenden und nicht zurückschneiden; die Pflanze ist sehr pflegeleicht und robust.
Pflanzpartner: Gute Partnerin ist die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – beide teilen sich den Standort im Halbtrockenrasen und blühen zeitgleich.
Das Frühlings-Fingerkraut gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine heimische, ausdauernde krautige Pflanze (nicht verholzend). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es weit verbreitet, besiedelt aber bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Böschungen. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre kriechenden Ausläufer aus, mit denen sie dichte Matten bildet. Morphologisch erkennst du sie an den fünfzähligen Blütenblättern und den meist fünfzählig gefingerten Grundblättern, die der Gattung ihren Namen gaben.
3 Videos zu Frühlings-Fingerkraut (Artengruppe)



23 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →