Bild folgtKI-generierte IllustrationPrunus serotina
Auch bekannt als: Padus serotina
57
Arten
interagieren
68
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Späte Trauben-Kirsche (Prunus serotina) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre glänzenden, lederartigen Blätter und die herabhängenden, weißen Blütentrauben fallen sofort ins Auge. Als Neophyt (eine nach 1492 eingeführte Pflanzenart) hat sie sich in unseren Breiten etabliert und bietet Tieren wie der Rotbeinigen Furchenbiene (Halictus rubicundus) eine wichtige Lebensgrundlage. Auch Vögel wie der Kleiber (Sitta europaea) nutzen das Gehölz intensiv. Wenn du ein robustes Element für halbschattige Gartenbereiche suchst, ist diese Pflanze eine überlegenswerte Wahl. Achte in deinem Garten einfach auf ihren Platzbedarf, damit sie ihre volle Wirkung entfalten kann.
Beliebter Treffpunkt für Gartenrotschwanz, Kleiber und Wildbienen.
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In der ökologischen Gartenkultur spielt die Späte Trauben-Kirsche eine aktive Rolle als Nahrungsquelle. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird sie regelmäßig von Bestäubern wie der Rotbeinigen Furchenbiene (Halictus rubicundus) und Feldwespen (Polistes) besucht. Besonders wertvoll ist sie für die heimische Vogelwelt: Die Wacholderdrossel (Turdus pilaris), der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) und der Kleiber (Sitta europaea) finden hier Nahrung und Schutz. Da die Pflanze Früchte ausbildet, dient sie als wichtige Tankstelle im Jahresverlauf, auch wenn sie ursprünglich nicht aus unserer Region stammt.
Die Späte Trauben-Kirsche gilt als nicht kindersicher. Da sie zu den Rosengewächsen gehört, enthalten ihre Kerne Stoffe, die bei Verzehr gesundheitsschädlich sein können. In Gärten mit kleinen Kindern sollte man daher auf den Standort achten oder die Kinder für den Umgang mit Beerenfrüchten sensibilisieren.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
11 m
Wähle für die Pflanzung einen Standort im Halbschatten aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, da die Pflanze Trockenheit nur bedingt verträgt.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt sie keine intensiven Düngergaben; normaler Gartenboden reicht völlig aus.
Die beste Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen und frostfrei ist.
Achte auf eine ausreichende Wasserversorgung während der Anwuchsphase.
Ein Rückschnitt ist möglich, aber für die Blütenbildung meist nicht zwingend erforderlich.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Samen.
Gute Partnerin: Die heimische Vogelbeere (Sorbus aucuparia) – beide teilen die Vorliebe für frische Böden und ergänzen sich hervorragend als Vogelschutzgehölze.
Die Späte Trauben-Kirsche gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist als Neophyt in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt frische (mäßig feuchte) Standorte und gedeiht besonders gut im Halbschatten. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren traubigen Blütenstand und die Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Wurzel) vom Typ VAR aus. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) ist sie recht anspruchslos an die Bodenbeschaffenheit, solange die Wasserversorgung stabil bleibt.
3 Videos zu Späte Trauben-Kirsche



9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
44 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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