Bild folgtKI-generierte IllustrationRosa arvensis
Auch bekannt als: Feldrose, Feld-Rose
42
Arten
interagieren
62
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren langen, am Boden kriechenden oder in Gebüsche kletternden Trieben mit den reinweißen Blüten lässt sich die Kriechende Rose (Rosa arvensis) sofort erkennen. Im Gegensatz zu vielen Edelrosen ist sie eine echte Überlebenskünstlerin für schattige Gartenbereiche und steht auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten. Von ihrem Pollenangebot profitieren spezialisierte Insekten wie die Wald-Lockensandbiene (Andrena fuscipes) oder die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum). Wenn du diese Wildrose pflanzt, schaffst du ein wichtiges Refugium für bedrohte Bestäuber. Mit ihrem natürlichen Wuchs bringt sie eine wunderbare Wildnis-Ästhetik in deinen Garten.
Wildrosen-Charme für den Schatten: Lebensraum für seltene Wald-Sandbienen.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist diese Rose eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Wildbienen. Zu den regelmäßigen Besuchern gehören die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) und die Wald-Lockensandbiene (Andrena fuscipes). Auch Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzen die offenen Blüten. Im Winter bieten die kleinen Hagebutten Nahrung für heimische Vögel, während das dichte Geflecht der Triebe ideale Versteckmöglichkeiten für Kleinsäuger und bodenbrütende Vögel darstellt.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.16 m
Die Kriechende Rose ist eine dankbare Bewohnerin für Plätze im Halbschatten. * Standort: Ideal ist ein frischer Boden, was bedeutet, dass die Erde mäßig feucht sein sollte und nie ganz austrocknet. * Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normalem, humosem Gartenboden bestens zurecht. * Pflanzzeit: Setze die Rose entweder von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist. * Pflege: Ein starker Rückschnitt ist meist nicht nötig; sie darf gerne ihre langen Triebe entwickeln. * Vermehrung: Die Pflanze bildet oft von selbst Wurzeln, wenn ihre Triebe Bodenkontakt haben. * Kombination: Eine hervorragende Partnerin ist die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum). Beide Arten sind in heimischen Laubwäldern vergesellschaftet, teilen sich die Vorliebe für frische Halbschattenplätze und ergänzen sich optisch durch ihr naturnahes Erscheinungsbild.
Die Kriechende Rose gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Als Indigen (ursprünglich einheimische Art) besiedelt sie bevorzugt lichte Laubwälder und Heckenränder auf frischen Böden. Ein morphologisches Erkennungsmerkmal ist die zu einer Säule verwachsene Griffelpartie in der Blütenmitte, was sie von anderen Wildrosen unterscheidet. Die Pflanze geht eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (vaskuläre Arbuskulärmykorrhiza) ein, die ihr bei der Nährstoffaufnahme aus dem Boden helfen.
1 Video zu Kriechende Rose

38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →