Bild folgtKI-generierte IllustrationCormus domestica
Auch bekannt als: Cormus domestica
24
Arten
interagieren
24
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Speierling (Cormus domestica) durch seine markanten, fiederteiligen Blätter und die birnen- oder apfelähnlichen Früchte auf. Als einer der seltensten heimischen Wildobstbäume leistet er einen enormen Beitrag zur biologischen Vielfalt in deinem Garten. Besonders Vögel wie der Pirol (Oriolus oriolus) oder das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) profitieren im Herbst von den energiereichen Früchten. Wenn du diesen ökologischen Schatz pflanzt, trägst du aktiv zum Erhalt einer bedrohten Baumart bei. Du wirst schnell merken, wie viel Leben dieser Charakterbaum in dein grünes Refugium bringt.
Seltener Wildobst-Schatz: Ein Paradies für Pirol und Rotkehlchen in deinem Garten.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Speierling ein Magnet für die heimische Vogelwelt. Besonders der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) und der Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca) nutzen den Baum als Lebensraum. Auch das Afrikanische Schwarzkehlchen (Saxicola torquatus) wurde als Besucher dokumentiert. Die im Herbst reifenden Früchte dienen als wichtige Nahrungsquelle vor dem Wintereinbruch. Durch seine Seltenheit bietet er ökologische Nischen, die in modernen Kulturlandschaften oft fehlen. Er fördert so ein stabiles Gleichgewicht zwischen verschiedenen Tiergruppen in deinem Garten.
Der Speierling wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Die Früchte sind zwar nach Frost oder längerer Lagerung (Teigigwerden) essbar, enthalten im rohen Zustand aber extrem viele Gerbstoffe, was zu Magenreizungen führen kann. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs großer Mengen durch Kinder kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Licht : Wähle einen Platz im Halbschatten, da der Baum Licht zum Wachsen braucht.
Boden : Der Speierling ist ein Schwachzehrer (Magerer Boden) und bevorzugt Standorte mit wenig Stickstoff.
Bodenbeschaffenheit : Achte auf kalkhaltiges / basisches Substrat für eine optimale Entwicklung.
Feuchtigkeit : Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.
Pflanzzeit : Setze den Baum im Frühling (März-Mai) oder im Herbst (September-November), solange der Boden frostfrei ist.
Vorbereitung : Grabe ein großzügiges Pflanzloch und lockere die Sohle auf, um das Anwurzeln zu erleichtern.
Platzbedarf : Da er zu einem stattlichen Baum heranwächst, solltest du ausreichend Abstand zu Gebäuden einplanen.
Schnitt : Ein Erziehungsschnitt in den ersten Jahren fördert eine stabile Krone, später ist kaum Pflege nötig.
Pflanzpartner : Eine gute Begleiterin ist der Wollige Schneeball (Viburnum lantana) – beide schätzen kalkhaltige Böden und sonnige Waldränder.
Der Speierling gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland und Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind lichte Laubwälder und sonnige Hänge, oft auf Kalkstandorten (basische Böden mit hohem Calciumgehalt). Er gilt als wärmeliebende Baumart, die gut mit trockeneren Phasen zurechtkommt. Ein typisches Merkmal für dich als Beobachter ist die sogenannte Täfelborke (eine Rindenstruktur, die in kleine, rechteckige Schuppen zerfällt), die den Stamm im Alter unverwechselbar macht.
24 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →