Bild folgtKI-generierte IllustrationTragopogon orientalis
Auch bekannt als: Tragopogon orientalis
34
Arten
interagieren
221
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist der Orientalische Bocksbart durch seine leuchtend goldgelben Blütenkörbe, die auf kräftigen Stängeln über grasartigen, breiten Blättern thronen. Diese heimische Art ist für deinen Naturgarten besonders wertvoll, da sie auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten steht und spezialisierten Insekten wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) eine wichtige Lebensgrundlage bietet. Auch die Gewöhnliche Furchenbiene ist regelmäßig an den Blüten zu finden. Wenn du dieser Pflanze einen Platz schenkst, hilfst du aktiv dabei, eine bedrohte Schönheit in unserer Kulturlandschaft zu erhalten. Du wirst staunen, wie viel Leben diese Pflanze anzieht.
Überlebenshilfe für seltene Scheckenfalter und Schmuckstück für Sonnenwiesen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine wichtige Tankstelle für verschiedene Falter, darunter der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Südliche Scheckenfalter (Melitaea ornata). Auch seltenere Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) profitieren stark. Neben Schmetterlingen besuchen die Gewöhnliche Furchenbiene und der Goldglänzende Fallkäfer (Cryptocephalus aureolus) die Blüten. Sogar Pflanzenwespen wie Tenthredo notha nutzen den Bocksbart. Da die Pflanze auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) steht, ist sie ein entscheidender Baustein für den Erhalt der Insektenvielfalt in deiner Region.
Der Orientalische Bocksbart wird als nicht kindersicher eingestuft. Der in der Pflanze enthaltene Milchsaft kann bei Kontakt mit der Haut oder den Augen Reizungen hervorrufen. Sollten Kinder Pflanzenteile verzehrt haben, wende dich bitte sicherheitshalber an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.4 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort, damit sich die Blütenköpfe täglich öffnen können.
Der Boden sollte durchlässig und eher trocken bis frisch sein; Staunässe mag er gar nicht.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Exemplare zwischen März und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November kannst du ebenfalls pflanzen, solange der Boden offen ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 30 cm ein, damit sich die Rosetten gut entwickeln.
Da er eine tiefe Pfahlwurzel bildet, solltest du ihn nach dem Anwachsen nicht mehr umsetzen.
Lass die verblühten Stände stehen, um die imposanten Pusteblumen-Samenköpfe zu bewundern.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie hat ähnliche Ansprüche an den Standort und ergänzt das Gelb des Bocksbarts optisch hervorragend.
Der Orientalische Bocksbart (Tragopogon orientalis) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland sowie Österreich indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und nährstoffreiche Fettwiesen. Er lebt in einer Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die sein Wurzelwachstum unterstützen. Eine morphologische Besonderheit ist der Milchsaft in allen Pflanzenteilen und die Tatsache, dass sich die Blüten meist am Vormittag schließen, weshalb man ihn im Garten früh besuchen sollte.
28 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →