Bild folgtKI-generierte IllustrationBerberis vulgaris subsp. vulgaris
Auch bekannt als: Berberis vulgaris subsp. vulgaris
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Arten
interagieren
61
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Gewöhnliche Berberitze einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Die dornenbewehrten Zweige tragen im Frühjahr dichte Trauben aus leuchtend gelben Blüten, aus denen später scharlachrote, längliche Beeren reifen. Als einheimischer Strauch ist sie ein echter Gewinn für deinen Garten, da sie Lebensraum und Nahrung für spezialisierte Arten bietet. Besonders Vögel wie der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) schätzen das dichte Geäst und die Früchte. Auch Rüsselkäfer wie Phyllobius arborator finden sich an ihr ein. Wenn du eine wehrhafte, aber ökologisch wertvolle Hecke pflanzen möchtest, liegst du mit diesem Strauch genau richtig.
Wehrhafter Vogelschutz auf 1,5 Metern: Leuchtgelbe Blüten und rote Winterbeeren.
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Die ökologische Bedeutung dieses Strauchs ist beachtlich. Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren Vögel wie die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) direkt von den Beeren als energiereiche Nahrung. Die Blüten ziehen spezialisierte Käfer wie den Phyllobius arborator an. Da die Samen ein Gewicht von 23,66 mg aufweisen, werden sie effektiv über kurze Distanzen durch Tiere verbreitet. In einer Hecke bietet das dichte, dornige Geäst zudem einen sicheren Rückzugsort und Nistplatz vor Fressfeinden.
Die Gewöhnliche Berberitze ist nicht kindersicher. Bis auf das Fruchtfleisch der reifen Beeren enthalten fast alle Pflanzenteile, insbesondere die Wurzeln und die Rinde, das Alkaloid Berberin und gelten als giftig. Zudem besteht durch die scharfen Blattdorne eine erhebliche Verletzungsgefahr. Im Notfall kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
1.866 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz, idealerweise an einem warmen Standort.
Der Boden sollte durchlässig sein; Staunässe mag die Berberitze gar nicht.
Pflanzzeit: Setze den Strauch im Frühjahr (März-Mai) oder Herbst (September-November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 1 bis 1,5 Meter Abstand zu anderen Gehölzen ein, damit sie ihre Endhöhe von 1,5 m erreichen kann.
Gießen ist nur in der Anwachsphase und bei extremer Trockenheit nötig.
Ein Rückschnitt ist möglich, aber für den natürlichen Wuchs und Vogelschutz meist nicht nötig.
Die Vermehrung erfolgt oft über Tierverbreitung, da die 23,66 mg schweren Samen gerne von Vögeln verschleppt werden.
Gute Partnerin: Die Wollige Schneeball (Viburnum lantana) passt hervorragend, da sie ähnliche Ansprüche an sonnige, eher trockene Standorte stellt.
Die Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris subsp. vulgaris) gehört zur Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), lichte Wälder und sonnige Hänge. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre Blattdorne aus – das sind Blattorgane, die sich zu harten Stacheln umgewandelt haben. Als Strauch erreicht sie eine Wuchshöhe von 1,5 m und geht eine AM Mykorrhiza (eine nützliche Lebensgemeinschaft mit im Boden lebenden Pilzen) ein.
9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
33 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →