Bild folgtKI-generierte IllustrationVespa crabro Linnaeus
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Du erkennst die Hornisse (Vespa crabro) sofort an ihrer beachtlichen Körpergröße von bis zu 3,5 Zentimetern und der markanten rotbraunen Färbung des Kopfes sowie des Brustabschnitts. Auffällig ist der gelb-schwarz gemusterte Hinterleib, der sie deutlich von kleineren Wespenarten abhebt. Pro Jahr entwickelt sich eine einzige Generation, die von einer im Vorjahr begatteten Königin begründet wird. Im Frühjahr, meist ab April, suchst du sie am besten an der Grau-Weide (Salix cinerea) oder der Sal-Weide (Salix caprea), wo sie austretende Säfte leckt. Während der Sommermonate besucht sie zur Energiegewinnung Doldenblütler (Pflanzen mit schirmartigen Blüten) wie den Brenn-Pastinak (Pastinaca sativa) und die Gewöhnliche Möhre (Daucus carota). Auch der Kleinköpfige Pippau (Crepis capillaris) wird zur Nektaraufnahme angeflogen. Im Herbst dient der blühende Gewöhnliche Efeu (Hedera helix) als unverzichtbare späte Kraftquelle. Die Entwicklung der Larven ist in deinem Garten eng mit dem Vorhandensein heimischer Gehölze wie der Sal-Weide verknüpft. Um diese imposanten Tiere zu fördern, solltest du alte Bäume wie die Gewöhnliche Esche (Fraxinus excelsior) erhalten, da sie dort natürliche Nistplätze findet. Den Winter verbringt die junge Königin in einer Kältestarre (Zustand stark reduzierter Lebensfunktionen) an geschützten Orten wie morschem Totholz.
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Die Hornisse ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt und darf weder gefangen noch getötet werden. Sie ist ein friedlicher Gartenbewohner, der nur bei massiven Störungen im direkten Nestbereich sticht. Da sie viele Schädlinge erbeutet, ist sie eine nützliche Helferin.
Die Hornisse gehört zur Familie der Faltenwespen (Vespidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als größte staatenbildende Wespenart Mitteleuropas besiedelt sie bevorzugt lichte Laubwälder und strukturreiche Gärten. Du unterscheidest sie von der kleineren Gemeinen Wespe sicher durch die typische rotbraune Färbung des vorderen Körperabschnitts. Ihr Nest baut sie vorwiegend in Baumhöhlen, wobei eine Kolonie im Hochsommer aus mehreren hundert Individuen bestehen kann. Sie lebt räuberisch von anderen Insekten, nutzt aber Pflanzensäfte und Nektar zur eigenen Energieversorgung.
38 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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