Bild folgtKI-generierte IllustrationColletes daviesanus Smith, 1846
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Du erkennst die Buckel-Seidenbiene an ihrem auffällig buckelig gewölbten Brustabschnitt und den hellen, dichten Haarflecken auf den ansonsten dunklen Hinterleibssegmenten. Mit einer Körperlänge von 8 bis 10 Millimetern ist sie etwas kleiner als eine Honigbiene. Diese Art bringt pro Jahr nur eine Generation hervor. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln in unterirdische Gänge oder Mauerritzen ab, die sie mit einem seidigen, wasserdichten Sekret (Drüsensaft) auskleiden. Im Frühsommer ab Mai suchst du sie am besten an der Echten Kamille (Matricaria chamomilla) oder dem Wiesen-Pippau (Crepis biennis). Im Hochsommer und September dienen das Gewöhnliche Ferkelkraut (Hypochaeris radicata) und die Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea) als wichtige Futterquellen. Die Larve ernährt sich im Nest von einem Vorrat aus Pollen und Nektar. Den Winter verbringt das Tier als Ruhelarve (ein weit entwickeltes Larvenstadium vor der Verpuppung) tief im Inneren des Nestes, geschützt vor Frost. Du kannst die Art fördern, indem du Fugen in Natursteinmauern nicht mit Zement verschließt und heimische Korbblütler (Asteraceae) anpflanzt.
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Diese Wildbiene ist völlig harmlos und ein friedlicher Gartenbewohner. Ihr Stachel ist so schwach, dass er die menschliche Haut nicht durchdringen kann; zudem zeigt sie keinerlei aggressives Verhalten. Da sie gesetzlich geschützt ist, solltest du ihre Nistplätze unangetastet lassen und dich über die emsigen Beobachtungen freuen.
Die Buckel-Seidenbiene (Colletes daviesanus) gehört zur Familie der Colletidae innerhalb der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt sonnige Standorte mit Steilwänden oder Abbruchkanten. Als Solitärbiene (einzeln lebende Art ohne Staatsbildung) baut jedes Weibchen sein eigenes Nest. Sie ist oligolektisch (auf bestimmte Pflanzenfamilien spezialisiert) und sammelt Pollen fast ausschließlich an Korbblütlern. Von ähnlichen Sandbienen unterscheidet sie sich durch das namensgebende Profil ihres Thorax (Brustbereich) und die charakteristische Nestauskleidung.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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