Bild folgtKI-generierte IllustrationEpilobium parviflorum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den zierlichen, blassrosa Blüten mit der vierteiligen Narbe lässt sich das Kleinblütige Weidenröschen sofort erkennen. Diese heimische Wildpflanze ist ein stiller Held im Naturgarten, der vor allem an feuchteren Stellen seine Stärken ausspielt. Besonders die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) und die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris) profitieren von dem beständigen Nektarangebot über die Sommermonate. Auch Nachtfalter wie die Hausmutter (Noctua pronuba) finden hier eine verlässliche Futterquelle. Wenn du eine Ecke im Garten hast, die nie ganz austrocknet, ist dies die perfekte Art für dich, um ohne viel Aufwand echte Biodiversität zu fördern.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Kleinblütige Weidenröschen eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten wie die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) und die Rotschwarze Wespenbiene (Nomada fabriciana). Auch die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris) besucht die Blüten regelmäßig. Für die Raupen des Heidelbeer-Palpenspanners (Hydriomena furcata) dient die Pflanze als wichtige Lebensgrundlage. Die extrem leichten Samen wiegen nur etwa 0,0797 mg und werden über weite Strecken durch den Wind verbreitet. In den Wintermonaten bieten die stehengelassenen Samenstände zudem eine wertvolle Futterquelle für Vögel in deinem Garten.
Das Kleinblütige Weidenröschen wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher besonders bei kleinen Kindern darauf, dass Pflanzenteile nicht in den Mund gelangen. Bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit oder Verzehr kontaktiere bitte sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.494 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wähle einen sonnigen Standort (Ellenberg Licht 7), damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfaltet.
Bodenfeuchte: Der Boden sollte dauerhaft feucht sein (Ellenberg Feuchte 8); ideal ist ein Platz in Teichnähe oder an einer sickerfeuchten Senke.
Nährstoffe: Ein normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngung (Mittelzehrer) ist vollkommen ausreichend.
Bodenreaktion: Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige oder basische (alkalische) Bodenverhältnisse.
Wuchshöhe: Mit genau 0.49 m bleibt sie angenehm niedrig und überwuchert keine Nachbarpflanzen.
Pflanzzeit: Idealerweise setzt du sie im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend, fördert aber die Standfestigkeit; lass die Stängel für die Insekten über Winter stehen.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) – er liebt die gleiche Bodenfeuchte und ergänzt das Rosa des Weidenröschens durch seine kräftigen violetten Blütenkerzen.
Das Kleinblütige Weidenröschen (Epilobium parviflorum) gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) und ist in Mitteleuropa indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind Feuchtstandorte (wassergesättigte Plätze) wie Uferränder, Gräben oder feuchte Waldlichtungen. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren aufrechten, meist weich behaarten Wuchs und die charakteristischen, schmalen Blätter aus. Als Archäophyt (Pflanze, die bereits in alter Zeit bei uns heimisch wurde) ist sie perfekt an unser Klima angepasst und gilt laut Roter Liste als ungefährdet.
43 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →