Bild folgtKI-generierte IllustrationAsparagus officinalis
Auch bekannt als: Gemeiner Spargel, Gewöhnlicher Spargel
45
Arten
interagieren
123
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Gemüse-Spargel (Asparagus officinalis) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen feinen, nadelförmigen Trieben wirkt er im Garten wie ein grüner Nebel. Diese heimische Staude bereichert dein Beet nicht nur als Nutzpflanze, sondern dient durch ihre Beeren als lebenswichtige Nahrungsquelle für Vögel. Besonders das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) und der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) schätzen die Früchte im Spätsommer. Da die Pflanze eine Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel) eingeht, fördert sie die Bodengesundheit. Schau doch mal genau hin, ob du die Vögel beim Naschen in deinem Garten beobachten kannst.
Heimische Delikatesse und wertvolle Beerentankstelle für das Rotkehlchen.
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Der ökologische Wert des Spargels zeigt sich vor allem nach seiner Blütezeit von Juni bis August. Die im Spätsommer reifenden roten Beeren sind eine hochrelevante Energiequelle für heimische Vögel. Nach aktuellen Daten profitieren Arten wie der Pirol (Oriolus oriolus), das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) und der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) von den Früchten. Auch das Afrikanische Schwarzkehlchen (Saxicola torquatus) und der Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca) suchen die Bestände regelmäßig zur Nahrungssuche auf. Da die Samen ein schweres Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von etwa 20,6 mg aufweisen, ist die Pflanze für ihre Fernausbreitung auf die Tierverbreitung (Zoochorie) angewiesen.
Der Gemüse-Spargel wird als nicht kindersicher eingestuft. Die leuchtend roten Beeren enthalten Saponine (seifenähnliche Inhaltsstoffe), die bei Verzehr Übelkeit und Erbrechen auslösen können. Sollten Kinder von den Beeren gegessen haben, kontaktiere sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.783 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze sehr wärmeliebend ist.
Boden: Der Standort sollte neutral bis schwach sauer und gut durchlässig sein.
Feuchtigkeit: Ein frischer Boden (mäßig feucht) ist ideal; Staunässe muss jedoch unbedingt vermieden werden.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer benötigt der Spargel eine moderate Versorgung, aber keinen übermäßigen Dünger.
Pflanzzeit: Setze die Wurzelstöcke im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die Endhöhe von exakt 0.78 m.
Pflege: Schneide das welke Kraut erst im Spätwinter zurück, damit die Beeren als Winterfutter für Vögel erhalten bleiben.
Pflanzpartner: Die Wilde Möhre (Daucus carota) ist eine ideale Nachbarin, da sie ähnliche Ansprüche an Wärme und Bodenbeschaffenheit stellt.
Der Gemüse-Spargel (Asparagus officinalis) gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sonnige Böschungen. Morphologisch auffällig sind die Phyllokladien (blattartig verbreiterte Zweige), welche die Photosynthese übernehmen, da die eigentlichen Blätter nur als winzige Schuppen ausgeprägt sind. Die Pflanze ist eine ausdauernde, krautige Staude, die ein kräftiges unterirdisches Rhizom (Erdspross) zur Überdauerung bildet.
3 Videos zu Gemüse-Spargel



17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
26 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →