Bild folgtKI-generierte IllustrationGeum urbanum
Auch bekannt als: Benediktinerkraut, Gewöhnliche Nelkenwurz
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Arten
interagieren
73
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren fünfzähligen, aufrechten gelben Blüten und den kugeligen, mit Widerhaken besetzten Klettfrüchten lässt sich die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) sofort erkennen. Sie ist eine unverzichtbare Komponente für naturnahe Gärten, da sie als wichtige Raupennahrung für den Kleinen Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae) dient. Durch ihre Vorliebe für nährstoffreiche Schattenplätze füllt sie ökologische Nischen, in denen lichthungrige Arten nicht gedeihen können. Auch die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) sucht die Blüten regelmäßig auf. Wenn du schattige Gartenbereiche ökologisch aufwerten willst, machst du mit dieser robusten Art alles richtig.
Wichtige Kinderstube für den Kleinen Würfel-Dickkopffalter im Schattengarten.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Echte Nelkenwurz eine wertvolle Raupenfutterpflanze für spezialisierte Schmetterlinge wie den Kleinen Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae) und den Gefleckten Erdbürzler (Pyrgus armoricanus). Während der langen Blütezeit von April bis September profitieren Bestäuber wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) vom Nektarangebot. Auch Käfer wie Byturus ochraceus sind regelmäßig an den Blüten zu finden. In den Wintermonaten dienen die Samen am Boden als wichtige Nahrungsquelle für die Rötelmaus (Myodes glareolus).
Die Pflanze wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den mit Widerhaken besetzten Früchten, die sich leicht in Haaren, Haut oder Kleidung verhaken können. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten in ihrem typischen Lebensraum.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.44 m
Wähle einen Standort im Schatten oder Halbschatten.
Der Boden sollte frisch sein, was einer mäßig feuchten Erde entspricht, die nie ganz austrocknet.
Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen boden, der reich an Stickstoff und Humus ist.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte auf eine gute Nährstoffversorgung durch Kompostbeigabe.
Die Vermehrung erfolgt effizient über die Klettfrüchte, die sich im Vorbeigehen an Kleidung oder Tierfell festheften.
Die Pflanze ist sehr pflegeleicht und benötigt keinen regelmäßigen Rückschnitt.
Lasse die verblühten Stängel im Winter stehen, um Versteckmöglichkeiten für Kleinstiere zu erhalten.
Gute Partnerin: Der Wald-Ziest (Stachys sylvatica), da beide ähnliche Ansprüche an Schatten und Bodenfeuchte stellen und gemeinsam ein natürliches Unterholz-Gefühl erzeugen.
Die Echte Nelkenwurz gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Sie gilt als Indigen (einheimische Art) oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) und besiedelt bevorzugt frische, schattige Standorte wie Waldränder. Morphologisch auffällig sind die fiederteiligen (blattartig unterteilten) Grundblätter, die eine Rosette bilden. Die Art ist ein typischer Vertreter der Saumgesellschaften, also der Übergangszonen zwischen Wald und offenem Gelände.
26 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
15 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →