Bild folgtKI-generierte IllustrationAegopodium podagraria
Auch bekannt als: Giersch, Schettele, Zaungiersch, Ziegenkraut, Wiesenholler, Zipperleinskraut
180
Arten
interagieren
391
Interaktionen
dokumentiert
9
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Gewöhnlichen Giersch an seinen markanten, dreizähligen Blättern und den weißen Doldenblüten, die wie kleine Schirme über dem dichten Blattwerk schweben. In deinem Naturgarten ist er wertvoll, weil er selbst schwierige Schattenplätze zuverlässig begrünt und eine wichtige Nahrungsquelle darstellt. Besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und der Sechsbindige Bienenwolf (Philanthus triangulum) steuern die Pflanze gezielt an. Wenn du ihm ein schattiges Plätzchen gönnst, hast du einen robusten Bodendecker, der kaum Pflege braucht. Du wirst sehen, wie lebendig dein Garten durch diesen oft unterschätzten Wildwuchs wird.
Sechs Monate Nektar: Die zuverlässige Futterstelle für die Aschgraue Sandbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Giersch eine unverzichtbare Tankstelle für spezialisierte Insekten. Besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) nutzt die offenen Blütenstrukturen intensiv. Auch der Sechsbindige Bienenwolf (Philanthus triangulum) profitiert massiv von dem reichen Nektarangebot. Da die Blütezeit von April bis September andauert, bietet die Pflanze über sechs Monate hinweg eine stabile Nahrungsgrundlage. Die dichten Blattmatten schützen zudem den Boden vor Austrocknung und bieten Kleinsäugern sowie Amphibien wertvolle Deckung.
Achtung, es besteht eine hohe Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten wie dem Gefleckten Schierling (Conium maculatum). Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist der Blattstiel, der beim Giersch im Querschnitt deutlich dreieckig ist. Aufgrund dieser Verwechslungsgefahr wird die Pflanze in Bezug auf die Nutzung durch Kinder als nicht sicher eingestuft.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.62 m
Wähle für den Giersch einen Standort im Schatten oder Halbschatten.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und sehr nährstoffreich sein, da er ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen ist.
Da er sich über Wurzelausläufer stark ausbreitet, solltest du ihm einen festen Bereich zuweisen oder Wurzelsperren nutzen.
Er benötigt kaum zusätzliche Pflege, profitiert aber im Frühjahr von einer Gabe Kompost.
Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte im Juni kann einen frischen Blattaustrieb fördern.
Vermehrung erfolgt am einfachsten durch Teilung der Ausläufer im Frühherbst.
Gute Partnerin: Die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata).
Beide Arten teilen den Anspruch an frische, stickstoffreiche Standorte im Halbschatten und bilden gemeinsam ein stabiles ökologisches Gefüge im Unterwuchs.
Der Gewöhnliche Giersch (Aegopodium podagraria) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt typischerweise schattige Wälder, Uferränder und nährstoffreiche Gärten als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde). Sein charakteristisches Merkmal ist das kriechende Rhizom (unterirdischer Ausläufer), durch das er dichte Teppiche bildet. Die hohlen, gefurchten Stängel erreichen Höhen von bis zu einem Meter und tragen die doppelt dreizähligen Blätter.
101 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
70 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →