Bild folgtKI-generierte IllustrationStellaria graminea
Auch bekannt als: Grasmiere
68
Arten
interagieren
234
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Gras-Sternmiere (Stellaria graminea) an ihren zarten, weißen Sternblüten mit tief gespaltenen Kronblättern und den sehr schmalen, grasartigen Blättern. Sie ist für deinen Naturgarten ein echter Gewinn, da sie von April bis September kontinuierlich blüht und so eine verlässliche Nahrungsquelle darstellt. Besonders Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) oder die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) profitieren von ihrem Angebot. Wenn du eine lichte, etwas feuchtere Stelle im Garten hast, kannst du mit dieser heimischen Wildstaude kaum etwas falsch machen.
Zarter Sternenzauber: Sechs Monate lang wertvoller Nektar für Wildbienen.
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Die Gras-Sternmiere ist eine wertvolle Komponente für die regionale Biodiversität. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine wichtige Anlaufstelle für die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum). Auch spezialisierte Kuckucksbienen wie die Distel-Wespenbiene (Nomada fabriciana) und die Punktierte Blutbiene (Sphecodes puncticeps) suchen sie regelmäßig auf. Interessanterweise nutzen nicht nur Fluginsekten die Pflanze, sondern auch Kleinsäuger wie die Rötelmaus (Myodes glareolus) beziehen sie in ihren Lebensraum mit ein. Durch die lange Blühphase hilft sie, sommerliche Nahrungslücken zu schließen.
Die Gras-Sternmiere wird als nicht kindersicher eingestuft und sollte daher nicht in direkter Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden. Da sie schwach giftige Inhaltsstoffe enthält, ist sie nicht für den Verzehr geeignet. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit anderen Sternmieren, die jedoch meist ähnliche ökologische Eigenschaften besitzen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.33 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, an dem der Boden frisch (mäßig feucht) bleibt.
Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) gedeiht sie am besten in normalem, nicht zu stark gedüngtem Gartenboden.
Pflanzzeit: Setze die Gras-Sternmiere idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Die Pflanze ist äußerst pflegeleicht; ein moderater Rückschnitt nach der ersten Hauptblüte kann die Nachblüte fördern.
Vermehrung: Sie breitet sich unaufdringlich über Wurzelausläufer und Samen aus.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) – beide Arten kommen in natürlichen Mähwiesen gemeinsam vor und ergänzen sich optisch wie ökologisch hervorragend.
Die Gras-Sternmiere (Stellaria graminea) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst lichte Wälder, Wiesen und Wegränder. Morphologisch zeichnet sie sich durch einen vierkantigen, schlaffen Stängel aus, mit dem sie sich geschickt an benachbarten Gräsern emporrankt. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) ist sie fest in unsere Ökosysteme integriert.
41 Arten interagieren mit dieser Pflanze
27 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →