
Echium
Auch bekannt als: Natternköpfe, Natternkopf, Echium, Natterköpfe, Natterkopf
59
Arten
interagieren
249
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen markanten, borstig-behaarten Stängeln lässt sich der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) sofort erkennen, ebenso wie an den Blüten, die beim Aufblühen von Rosa nach kräftigem Blau wechseln. Im Naturgarten ist er eine unverzichtbare Säule der Artenvielfalt, da er als verlässliche Nektarquelle für spezialisierte Insekten dient. Besonders die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die Feldhummel (Bombus pascuorum) finden hier reichlich Nahrung. Für dich als Gärtner ist er ein pflegeleichter Freund, der auch in heißen Sommern ohne Gießkanne auskommt. Mit dieser Pflanze schaffst du ein lebendiges Biotop auf kleinstem Raum und machst ökologisch alles richtig.
Blaues Wunder für Wildbienen: Die Nektarquelle, die niemals austrocknet.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Natternkopf eine herausragende Insektenpflanze. Die Feldhummel (Bombus pascuorum) und die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) gehören zu den regelmäßigen Besuchern, die vom hohen Zuckergehalt des Nektars profitieren. Auch spezialisierte Milben wie Aceria echii nutzen die Pflanze als Lebensraum. Im Winter bieten die markhaltigen Stängel wichtige Überwinterungsplätze für kleine Insekten, während die Samenstände von Vögeln zur Nahrungssuche genutzt werden. Zudem unterstützt die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen), was die Vitalität des Bodens und der umliegenden Pflanzengemeinschaft nachhaltig verbessert.
Der Gewöhnliche Natternkopf ist als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält Pyrrolizidinalkaloide (natürliche Stoffe zur Abwehr von Fraßfeinden), die bei Verzehr gesundheitsschädlich sein können. Zudem können die steifen Borstenhaare bei Kontakt zu Hautreizungen führen. Es empfiehlt sich, bei Gartenarbeiten Handschuhe zu tragen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Platz, idealerweise einen Standort mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung.
Der Boden sollte durchlässig und eher nährstoffarm sein; schweren Lehmboden solltest du mit Sand oder Kies abmagern (nährstoffärmer machen).
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern ein, damit sich die Rosetten gut entwickeln können.
Gießen ist nur in der Anwachsphase nötig, danach versorgt sich die Pflanze über ihre tiefe Wurzel selbst.
Lasse die verblühten Stände über den Winter stehen, damit sich die Pflanze durch Selbstaussaat im Garten halten kann.
Gute Partnerin: Die Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria) — sie teilt die Vorliebe für trockene Magerstandorte und bietet einen schönen farblichen Kontrast.
Der Natternkopf gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), Bahndämme und Schotterflächen. Ein markantes Merkmal ist seine Pfahlwurzel, die tief in den Boden reicht und ihn extrem trockenheitsresistent macht. Die Blüten sind asymmetrisch geformt, wobei die Staubblätter weit herausragen – eine Anpassung an die Bestäubung durch größere Insekten. Er gilt als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) und ist fest in unsere heimischen Ökosysteme integriert.
2 Videos zu Gewöhnlicher Natternkopf


54 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_884547978
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →